Stellungnahme der Steege-Freunde zum Zeitungsbericht „Torpedo-Fisch” gefährdet den Steegersee

In ihrer Ausgabe vom 28. August 2013 berichtete die Schwäbische Zeitung über den Asiatischen Graskarpfen, der die Vereinigung Naturschutz und Fischerei in Aulendorf weiter vor Herausforderungen stelle. Der Artikel wurde mit einer reißerischen Überschrift (Torpedo-Fisch gefährdet Steegersee) und einer irreführenden Abbildung versehen (Abbildung des Gebisses ohne Größenvergleich). Auf den ersten Blick und beim flüchtigen Lesen konnte dadurch der Eindruck entstehen, am Steeger See gäbe es gefährliche Fische. Ferner wurde der Eindruck erzeugt, durch das vermeintliche ökologische Ungleichgewicht von Pflanzen zu Fischen sei ein „Umkippen” des Sees nicht auszuschließen.

Die Steege-Freunde sehen sich durch diese Darstellung gezwungen, die Badegäste darüber zu informieren, dass der Asiatische Graskarpfen ein sehr friedlicher und äußerst scheuer Fisch ist, der sich ausschließlich von Pflanzen ernährt. Eine Gefahr für die Badegäste wird vom Asiatischen Graskarpfen also niemals ausgehen, ebensowenig wie von anderen Fischen, die sich im Steeger See tummeln.

Die Steege-Freunde stehen in engem Kontakt zu Herrn A. Trautmann, dem Leiter der Koordinierungsstelle des Seenprogramms, der berichtete, dass in 60 – 80 % der Badeseen der gleiche Fischbestand vorhanden sei.

Zum Thema „Umkippen” verweisen die Steege-Freunde auf die sehr gute Wasserqualität, die von der Landesanstalt für Umwelt, Messung und Naturschutz Baden-Württemberg mit „ausgezeichneter Qualität“ jährlich aufs Neue bescheinigt wird (für weitere Infos siehe Badegewässerkarte auf www.lubw.baden-wuerttemberg.de).

Der Vorstand der Steege-Freunde hat die Redaktion der Schwäbischen Zeitung um einen sensibleren Umgang mit diesem Thema gebeten, um ein weiteres friedliches Miteinander von Menschen, Fischern und Fischen am Steege zu gewährleisten.