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Winterliches Treiben bei den Adventstagen

Weihnachtliche Stände laden im Radhof am Hexeneck
zum Verweilen ein

AULENDORF -Wie in den Jahren zuvor hat der Förderverein Rot-Weiß- Rad am Wochenende die Aulendorfer Adventstage veranstaltet. Die vielen Verkaufsstände der Vereine zauberten im Radhof am Hexeneck eine adventliche Atmosphäre, auch der Sonntag war trotz des winterlichen Schneewetters gut besucht. Die Veranstalter freuten sich auch über die rege Unterstützung ihres Spendenprojekts.

Bei den Aulendorfer Adventstagen war am Wochenende viel los.

„Der Samstag war toll besucht, da war viel los“, berichtete Organisatorin Gabriele Rist vom Förderverein über den ersten Tag der traditionellen Adventstage. Dieser stand mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto „HGV-Nachmittag“. Das Weihnachtsgewinnspiel des Handels- und Gewerbevereins sowie der Auftritt der Band Unplaquaed Prochecked am Abend seien sehr gut angekommen.

Schlitten statt Kinderwagen

Der Sonntag sollte ein Kinder- und Familientag werden, wonach es bei dem winterlichen Wetter vormittags jedoch nicht aussah: Durchgängig starker Schneefall und kalter Wind verhießen keine gute Weihnachtsmarktstimmung, dem ein oder anderen war es draußen wahrscheinlich zu ungemütlich.

Einige hatten sich von dem wilden Schneetreiben aber nicht abhalten lassen: Während sich die Erwachsenen an Heißgetränken wärmten, spielten die Kinder in ihren Schneeanzügen im Schnee. Familien rückten anstatt mit Kinderwagen mit Schlitten an.

Karussell und Schneeballschlacht

Gegen Nachmittag, als der Schneefall nachließ, füllte sich der Radhof schließlich vollends. Für Jung und Alt gab es viel zu entdecken, für Verpflegung war bestens gesorgt. Ob Weihnachtsdeko am Stand des Waldkindergartens, Tee und orientalische Speisen bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde Bad Schussenried oder weihnachtsmarkttypischer Glühwein und Bratwurst: Jedermann wurde fündig. Die Kinder hatten Spaß auf der Hüpfburg, beim Karussell oder einfach bei einer Schneeballschlacht.

Beim Stand der Zieglerschen gab es von Behindertenwerkstätten und Wohngruppen gefertigte Adventsdeko zu kaufen, über den Aulendorfer Bürgerbus konnten sich Interessierte an einem weiteren Stand informieren. Auf der Holzbühne, wo am Vormittag schon die Segnung des neuen Kühlautos für den Sozialladen stattgefunden hatte, sorgten verschiedene Vereine für gute Unterhaltung.  

Spendenprojekt läuft gut

Insgesamt waren die Veranstalter am Sonntagabend zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Adventstage. Auch das vereinseigene Spendenprojekt lief sehr gut: Am späten Nachmittag waren nur noch sehr wenige der „Spielplatzpixel“ frei, die das Foto des aktuellen Projekts (ein Sand- und Wasserspielplatz am Steegersee) verdeckten. Besucher konnten ein Pixel gegen Spende aufdecken. Auf die Realisierung des Spendenprojekts freut sich der Förderverein bereits.

Organisatorin Gabriele Rist (rechts) freute sich über den Zuspruch beim Spendenprojekt.

„Man bewirkt schon ein bisschen was in der Stadt“, meinte Organisatorin Rist. Seit 2011 gibt es die Spendenprojekte des Vereins und bereits seit 2008 werden die Adventstage im Radhof veranstaltet. „Das hat sich bewährt, es herrscht hier eine tolle Zusammenarbeit“, so Rist.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 11.12.2017
Text und Fotos: Elke Cambré

Aulendorfer Adventstage haben länger offen

Zufahrtsstraßen zu Weihnachtsmarkt werden abgesperrt –
Spendenprojekt ist Wasserspielplatz am Steegersee

AULENDORF – Der Förderverein Rot-Weiß-Rad hat die „heiße Phase“ der Vorbereitungen für die diesjährigen Aulendorfer Adventstage am kommenden Wochenende eingeläutet. Seit 2011 organisiert der Verein den vor allem von Aulendorfer Vereinen, Schulen, Kindergärten und dem Handels- und Gewerbeverein mitgestalteten Weihnachtsmarkt mit Kinder- und Familienprogramm. In diesem Jahr hat sich Rot-Weiß-Rad erstmals auch mit speziellen Sicherheitsfragen für die Veranstaltung am Samstag, 9. Dezember, und Sonntag, 10. Dezember, im Radhof beim Hexeneck befasst.

Hartmut Sczech und Gabriele Rist vom Förderverein Rot-Weiß-Rad hoffen auf reges Interesse an der „Spielplatzpixel-Wand“ für das diesjährige Spendenprojekt der Aulendorfer Adventstage.

„Es wurde von Bürgern die Frage an uns herangetragen, wie es mit der Sicherheit aussieht“, begründet Rot- Weiß-Rad-Vorsitzende Gabriele Rist, wie es zu der Beschäftigung mit dem Thema kam. In diesem Jahr darf nun nicht mehr jede Zufahrtsstraße offen bleiben, Bachstraße und Pfarrhausgässle werden am Ausgang des Hexenecks abgesperrt. Dass der Verein bereits seit dem Frühsommer auf die Adventstage hinarbeitet, liegt indes nicht nur an Sicherheitsvorbereitungen. Auch Genehmigungen und nicht zuletzt die Wahl des Spendenprojekts haben den Verein schon früh beschäftigt.

512 „Spielplatzpixel“ suchen Spender

Zum Konzept der Aulendorfer Adventstage gehört nämlich auch, dass der Förderverein Rot-Weiß-Rad ein Spendenprojekt wählt, das über die Veranstaltung gefördert wird. Nachdem sich im vergangenen Jahr kurzfristig zwei mögliche Projekte zerschlagen hatten, steht das diesjährige fest: Gefördert wird der geplante Sand- und Wasserspielplatz am Steegersee, ein gemeinsames Projekt des Fördervereins und der Steegefreunde.

„Das Projekt ist bestellreif“, sagt Hartmut Sczech, neben Rot-Weiß- Rad-Mitglied auch Vorsitzender des Vereins Steegefreunde. Die Spielgeräte sollen demnächst bestellt und dann in Eigenregie aufgebaut werden. Ab kommender Saison sollen Wasserrinnen aus Holz und eine Pumpe für spielende Kinder bereitstehen. Rund 10 000 Euro werde das Projekt kosten, so Sczech. Am kommenden Wochenende könnten Marktbesucher schon eine Ahnung von der künftigen Ansicht des Steegersees mit neuem Spielgerät bekommen. Noch allerdings verbergen 512 sogenannte „Spielplatzpixel“ auf einer großen Fototafel den Blick darauf. Die Pixel können bei den Adventstagen für mindestens drei Euro gekauft, entfernt und so das Projekt unterstützt werden. Hervorgegangen sind die Aulendorfer Adventstage aus dem Aulendorfer Weihnachtsmarkt des Handels- und Gewerbevereins im Schlossinnenhof. Gerade im Zusammenhang mit der künftigen Neuausrichtung des Schlosses und entsprechenden Überlegungen, wie das Schloss künftig erlebbar werden kann, stellt sich die Frage, ob der ursprüngliche Ort nicht wieder belebt werden könnte. „Wir wissen, dass manche dem Markt im Schlossinnenhof nachtrauern“, sagt Sczech, der Wunsch, ihn wieder dorthin zu verlagern, werde noch immer an den Verein herangetragen. „Für uns als Verein ist es aber im Schlossinnenhof logistisch nicht zu stemmen“, erklärt Rist. Deshalb finden die Aulendorfer Adventstage auch in diesem Jahr im Radhof am Hexeneck statt.

Viel Programm an beiden Tagen

Die Öffnungszeiten der Aulendorfer Adventstage sind am Samstag, 9. Dezember, von 14 bis 22 Uhr, am Sonntag, 10. Dezember, von 11 bis 17.30 Uhr. Geboten werden neben gut 15 Holzbuden und Ausstellungsplätzen mit Essensangebot, Dekoartikeln, türkischen Süßwaren, Honig, Schmuck und adventlichen Gestecken auch vier Spielstationen für Kinder, etwa ein Karussell, eine Hüpfburg und ein Bastelangebot.
Der Samstag ist als „HGV-Nachmittag“ angekündigt, um 16 und um 16.50 Uhr finden die beiden Teile des Weihnachtsgewinnspiels des Handels- und Gewerbevereins mit großen Preisen statt. Ab 19 bis erstmals 22 Uhr spielt die Band „Unplaqued Prochecked“.
An beiden Tagen unterhalten zudem örtliche Musivereine und -gruppen, Schulen und Kindergärten mit musikalischem und sonstigem Programm.
Am Sonntagmorgen um 11.30 Uhr wird das Kühlfahrzeug des Kolpingladens Solisatt gesegnet – es war vor zwei Jahren das Spendenprojekt der Aulendorfer Adventstage. Ab 17 Uhr gibt es eine Kindertombola mit  anschließendem Besuch des Nikolaus. (pau)

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 07.12.2017
Text und Fotos: Paulina Stumm

Steegefreunde planen einen Wasser-Sand-Spielplatz

Der diesjährige Saisonabschluss der Steegefreunde fand wegen des Regenwetters nur in kleinerer Form statt

TANNHAUSEN – Bei nasskaltem Herbstwetter haben die Steegefreunde am vergangene Samstag das Badejahr ausklingen lassen. Damit endete das Jahr, wie es begann, denn schon der alljährliche Familientag des 1. Mais war wegen Hochwassers in nur abgespeckter Version über die Bühnegegangen, der geplante Sporttag fiel buchstäblich ganz ins Wasser. Abschrecken lässt sich der Förderverein des Bads aber nicht; für das nächste Jahr haben die Steegefreunde bereits viel Neues vor.

Zum Abschlussfest bot der Verein den zwar nicht allzu vielen Besuchern nebst Glücksrad für Kinder, einen Verkauf gespendeter Bücher anstelle des draußen geplanten Flohmarkts, Kaffee und Kuchen sowie musikalische Umrahmung mit Ede Butscher. Hobbykünstler Andreas Greiner ließ den „Steege-Nachwuchs“, ausgestattet mit einer „magischen Kamera“ in Form eines durchsehbaren Kartons, auf Entdeckungsreise gehen nach besonderen Motiven in der Natur. Das Sichtfeld teilte hierbei das jeweilige Bild in einzelne kleine Karos auf, welche die Kinder im Anschluss selbst ausgestalten durften. „Im Prinzip sehen die Kinder dabei die Welt wie durch eine Digitalkamera und müssen die Bilder nicht als Ganzes, sondern Stück für Stück kreieren“, so Greiner. Die Steegefreunde überlegen, die Fassade der Umkleidekabinen mit spontanen Kunstwerken von Kindern bunt zu gestalten.

Nur wenige hartgesottene Besucher fanden bei Regenwetter den Weg nach Tannhausen zum Saisonabschluss am Steegersee mit Musiker Ede Butscher.

Annabel Munding, Leiterin der Volkshochschule Oberschwaben (VHS), bot Kindern wiederum die kreative Möglichkeit, Blumen und Briefumschläge aus alten VHS-Programmheften zu basteln. „Tja, wenn die „Steege-Zeit endet, fängt die VHS-Zeit erst an. Daher sind die beiden Institutionen auch keine Konkurrenz füreinander, im Gegenteil. Wir haben oft die gleiche Kundschaft“, schmunzelte Munding.

Auch wenn die Aktionstage eher verregnet waren, sei es insgesamt ein gut besuchtes Jahr gewesen, erklärte Hardy Sczech, Vorsitzender der Steegefreunde. Die Mitgliederzahl des Vereins von 350 sei außerdem beinahe konstant geblieben. Sehr zur Freude des Vorsitzenden, denn: „Wir haben nämlich viel Neues vor“.

Von Holzabdeckungen für die Plastikflöße über eine mobilare Aufwertung der Gastronomie bis hin zum großen Wunsch vieler Badegäste nach Aufbewahrungsboxen für ihre Badeutensilien gebe es „Ideen noch und nöcher“, so Sczech. Das nächste Projekt wird allerdings ein „Wasser-Sand-Spielplatz“ sein, den die Steegefreunde in Kooperation mit dem Verein „Rot-Weiß-Rad“ realisieren will. „Es ist so schön zu sehen, dass wir unter den Badegästen viele Familien mit Kleinkindern haben,
da liegt es natürlich nahe, auch etwas für diese Kleinsten zu tun“, erklärt Szech. „Ironischerweise kam die Idee dazu beim diesjährigen Hochwasser auf. Da sind die kleinen Kinder nämlich voller Freude im Matsch herumgekrabbelt.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 11.09.2017
Text und Fotos: Julia Kramer

Saisonabschluss mit „Kunst und Kruscht“

Mit „Kunst und Kruscht“ laden die Steegefreunde am kommenden Samstag, 9. September, ab 11 Uhr zum Saisonabschluss an den Steegersee ein. Neben einem kleinen Flohmarkt und Kunst-Workshops, erwartet die Besucher laut Pressemitteilung eine „Magische Kamera“. Dabei dürfen Erwachsene und Kinder mit Lochkameras ausgestattet auf Motivsuche am Steegersee gehen. Das Motiv werde dann digital auf gerastertes Papier übertragen, wodurch interessante Halbtonbilder entstünden. Diese zeigten ineinander verlaufende Farben in jeder möglichen Tonabstufung. Ab 13 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen mit musikalischer Umrahmung. Für 16.30 Uhr ist die ordentliche Mitgliederversammlung angesetzt. (sz)

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 07.09.2017

48 000 Badegäste besuchen 2017 den Steegersee

Steegefreunde laden am Samstag, 9. September, zum Saisonabschluss in das Aulendorfer Naturstrandbad ein

TANNHAUSEN – Die Badesaison neigt sich dem Ende zu. Und auch im Naturstrand Steegersee bei Aulendorf werden die Badegäste langsam, aber sicher rar. Dabei vermeldet das Bad für die diesjährige Saison sehr gute Besucherzahlen. Rund 48 000 Menschen haben das Strandbad aufgesucht. Noch bis zum 17. September ist das Bad geöffnet. Am kommenden Samstag lädt der Verein Steegefreunde bereits zum Saisonabschluss ein.

Ein vereinzelter Badegast hat sich am Dienstagnachmittag in das 18 Grad warme Wasser des Steegersees gewagt.

Spätsommerlich warm strahlt die Septembersonne auf das Aulendorfer Strandbad hinab. Spiegelglatt und verlassen scheint der Steegersee an diesem Nachmittag schon in sich selbst zu ruhen und die Badesaison 2017 somit zu beschließen. Kein Kinderlachen und keine rufenden Eltern stören die Stille, und nur ein einsamer Badegast schlendert langsam, aber entschlossen den breiten Holzsteg entlang, bereit, sich in die 18 Grad frischen Fluten zu stürzen.

Mehr Besucher als im Vorjahr

„Eigentlich eine sehr angenehme Temperatur zum Schwimmen, aber den meisten Leuten einfach schon viel zu kalt“, meint Bademeister Dieter Eisele zu der Szenerie. „Ich selbst kann es nicht nachvollziehen, aber wir sind das schon gewohnt. Das Bad bleibt sogar oft relativ leer, wenn die Lufttemperatur an die 27, 28 Grad beträgt. Richtig voll wird es wirklich erst, wenn man  hitzemäßig eigentlich gar nichts anderes mehr machen kann, als im Freibad zu liegen“, lacht Eisele.

Nichtsdestotrotz sei es eine „recht gute“ Badesaison 2017 gewesen. Natürlich kein Rekordjahr wie
etwa der Jahrhundertsommer von 2003, aber dennoch überdurchschnittlich und mit 48 000 Besuchern im Vergleich zu den 40 000 vom Vorjahr besser als jenes. Nur eben die absoluten Spitzen-„Brutzeltemperaturen“ über einen längeren Zeitraum, die die Menschen in Horden in die Freibäder trieben, hätten noch gefehlt. So sei auch der Ferienmonat August besonders ruhig gewesen, was jedoch entgegen der Annahme an den Einnahmen des Naturfreibades gar nicht viel verändere.

„Die Einnahmezahlen verhalten sich bei uns nicht proportional zu den Besucherzahlen. Drei viertel aller Gäste sind Einheimische mit einer Jahreskarte. Ob die jetzt im August herkommen oder nicht, ist, finanziell gesehen, egal. Gezahlt haben sie ja schon“, schmunzelt Eisele. Aber andersherum verhalte es sich genauso, wenn das Bad voll sei.

Gastronomie hadert mit Wetter

Ganz anders stellt sich die Situation jedoch für Duran Duran, Pächter und Wirt der zugehörigen Gaststätte, dar: „Der Steege ist in unserem mittlerweile vierten Jahr längst so etwas wie eine zweite Heimat geworden, aber die Besucherzahlen sollten eben auch über einen längeren Zeitraum stimmen.“ So müsse er trotz starker Mithilfe seiner großen Familie naturgemäß auch an schlechteren Tagen Personal, Strom und Pacht bezahlen, und diesbezüglich komme schon einiges zusammen, so Duran. Trotzdem stünden die Chancen für eine Fortführung der Gastronomie von seiten Durans nicht schlecht. „Es entscheidet sich in den nächsten Wochen. Aber vor allem meine Frau möchte auch sehr gerne weitermachen, obwohl sie gesundheitlich angeschlagen ist. Und auch mir ist der Steege ans Herz gewachsen. Ich kenne mittlerweile fast alle Besucher. Und die Kinder grüßen mich sogar schon in der Stadt mit „Onkel Duran“. Da geht einem das Herz auf“, freut sich der Gastronom sichtlich. Ansonsten sei das „Steege-Jahr“ laut Eisele glücklicherweise ein eher ruhiges ohne größere Vorkommnisse, Unfälle oder gar Personenschäden gewesen. Das Drastischste seien wohl die entwurzelten Bäume durch den Sturm gewesen. Danach sei er 16 Tage lang ohne Telefonverbindung gewesen. Das Kabel sei so in den Wurzelballen einer dieser Bäume  hineingewachsen gewesen, dass es abgerissen wurde, als dieser herausgerissen worden sei.

Auf die Mutmaßung, er sei wohl der einzige Aulendorfer, der sich über das nahende Ende der Badesaison freue, antwortet Eisele nachdenklich: „Einerseits schon. Endlich wieder freie Zeit für mich und meine Familie. Andererseits ist dann eben auch für mich erst mal wieder ein halbes Jahr Winter.“

 

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 07.09.2017
Text und Fotos: Julia Kramer

Turmspringer zu Aulendorf trotzen dem Regen

Neues Dreierle am Saisonauftakt eröffnet – Familienerlebnistag findet auch bei Nässe seine Anhänger

AULENDORF – Am 1. Mai von einem traumhaften Wetter zu sprechen, war jetzt nicht gerade jedermanns Sache. Aber Hartmut Sczech, Vorsitzender der Aulendorfer Steege-Freunde hatte Humor, um bei der Begrüßung die Vorteile der Regenfälle zu betonen: „So haben wir nämlich genug Wasser im See, dass es für die Turmspringer tief genug ist.“ Die gab es tatsächlich!

Manuel Keller und Lukas Esslinger auf der schwimmenden Plattform mit dem Drei-Meter-Sprungturm.

Manuel Keller und Lukas Esslinger zwangen sich in Neoprenanzüge und zeigten den am Ufer stehenden Zuschauern, welch wunderschöne Sprünge vom neuen Dreierle möglich sind. Einen Eineinhalb-Vorwärtssalto und einen Delphinkopfsprung waren die durchaus sehenswerten Figuren, mit denen Keller in das acht Grad kalte Wasser sprang.
„In Aulendorf habe ich das Springen angefangen“, erklärte er im Gespräch mit der SZ. Esslinger hatte von seinem Vater erfahren, dass das Aulendorfer Dreierle eingeweiht wird und war deshalb extra von Tübingen angereist, um bei den allerersten Sprüngen mit dabei zu sein. Im Wasser hatten die beiden Springer noch Gesellschaft von Uli Munz der seine Runde um den See geschwommen war und auf Nachfrage erklärte: „Nicht nur heute, den ganzen Winter bin ich geschwommen.“

Die Helden im Wasser (von links): Manuel Keller, Uli Munz und Lukas Esslinger

Wäre das Wetter etwas besser gewesen, so wäre auch Eino Horsch geschwommen. Der Steege-Stammgast hat sich aber am Sonntag darauf beschränkt, die Steegefreunde beim Familienerlebnistag zu unterstützen. Dass es nur schlechte Kleidung, aber kein schlechtes Wetter gibt, war für die Kinder Selbstverständlichkeit. Fußballspielen oder auf der Mini-Kartbahn die Runden drehen, mache auch bei Regen Spaß. Das galt auch für die Rundfahrten mit dem drolligen Bad Schussenrieder Moorexpress, dessen drei Wagons immer gut gefüllt waren.

Viele Zuschauer verfolgten die Springer vom Ufer aus. Da schreckte auch der Regen nicht.

Zur offiziellen Einweihung des Dreierle, wie der Drei-Meter-Sprungturm liebevoll genannt wird, sprach Bürgermeister Matthias Burth. Neben einem Rückblick, der vom fatalen TÜV-Bericht im Februar 2014 bis zur gelungenen Einweihung reichte, war es Burth ein Anliegen, den Beteiligten zu danken. Dies waren Gerhard Reich, der sich für die Lösung mit der schwimmenden Plattform stark machte, der Bademeister Dieter Eisele und sein Stellvertreter Manuel Keller, die vielfach gefordert waren, die Feuerwehr und der Betriebshof aus Aulendorf, die DLRG Altshausen und Brigitte Thoma vom Eigenbetrieb Aulendorf Tourismus, in deren Zuständigkeit das Steegerseebad liegt.
Mit den Turmspringern kehrten auch die Besucher in die Pavillons zurück, in denen Andreas Herkommer und Peter Baumann die Gäste musikalisch unterhielten. Sekt und Würste waren bald alle verkauft und Sczech mit dem Familienerlebnistag zufrieden.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 02.05.2017
Text und Fotos: Dietmar Hermanutz

Steegefreunde bereiten sich auf Saison vor

Neues Dreierle soll zur Saisoneröffnung am
1. Mai „eingesprungen“ werden,
sofern das Wetter mitmacht

AULENDORF – Trotz des ungewöhnlich späten Winterwetters halten die Steegefreunde an der geplanten Eröffnung des Naturstrandbads Steegersee am kommenden Montag, 1. Mai, fest. An diesem Tag soll zudem gegen 15 Uhr das neue „Dreierle“ eingeweiht werden. Ob es allerdings tatsächlich einen offiziellen Startsprung vom Turm geben wird und wer sich traut, bleibt ob der Wetterlage abzuwarten.

Steegefreundevorsitzender Hartmut Sczech freut sich über die neue Rampe an den Pavillons, die 1993 das Pressezentrum der Internationalen Gartenschau in Stuttgart waren, bevor sie 1995 am Steegersee eine zweite Heimat fanden.

Die Steegefreunde, die sich als Verein den Erhalt des Strandbads auf die Fahnen geschrieben haben, scheinen nach unruhigen Zeiten wieder in stilleres Fahrwasser zu geraten – und widmen sich neuen Projekten. Nachdem jahrelang der Zwang, den jährlichen Abmangel des Bads auszugleichen, und der Erhalt der Pavillons im Vordergrund stand, sitzen die finanziellen Fesseln jetzt deutlich lockerer – den Unterhalt des Bads trägt die Stadt Aulendorf nun wieder alleine. Künftig will der Verein vermehrt Veranstaltungen für alle Altersklassen und Kooperationen mit Vereinen in den Blick nehmen.

Wasserspielplatz für Kinder

Außerdem, so berichtet Vereinsvorsitzender Hartmut Sczech, will der Verein in Kooperation mit dem Förderverein Rot-Weiß-Rad einen Sandwasserspielplatz bauen, die im See schwimmenden Plastikflöße sollen einem Holzboden aufgesetzt bekommen – Lärchenholz, wie es auch bei den Pavillons verwendet wurde.  Deren Renovierung ist im Wesentlichen abgeschlossen. Zu tun wird es aber wohl immer etwas geben. Zuletzt entstand an der dem See zugewandten Seite der Pavillons eine Rampe für Rollstuhlfahrer und Kinderwagen, die zum Gastronomiebereich führt. Die dortige schwere Flügeltür ist einem Glaselement gewichen, das geöffnet werden kann. Konkrete Pläne hat der Verein auch für ein Sonnensegel zur Überdachung des Gastronomiebereichs. Noch allerdings ist die Finanzierung unklar. „Dass das nicht nur 2,50 Euro kostet, ist klar.“

Sand wird nachgefüllt

Am Samstag will der Vereine zusammen mit Rot-Weiß-Rad noch mal einen Großeinsatz mit rund 20 Helfern am See machen. Denn damit das Bad zur Saisoneröffnung strahlt, gibt es im Vorfeld einiges zu tun: Fenster putzen, Spinnweben entfernen, aber auch der Sandstrand wird erneuert. „Über den Winter geht viel Sand verloren und die Kinder schmeißen im Sommer auch einiges ins Wasser“, sagt die neue Pressebeauftragte des Vereins, Yvonne Wiest. Deshalb wird haufenweise frischer Sand angeliefert, „damit die Burgenbauer auch wieder gut buddeln können.“ Auch Bademeister Dieter Eisele ist vor der Saisonerffönung gut beschäftigt; altes Laub muss weg, die Liegewiese vorbereitet und Flöße und Stege mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden – Letzteres ist schon passiert, das Holz ist supersauber. Bis Montag will Eisele auch die neuen Eintrittspreise (SZ berichtete) im Kassensystem hinterlegt haben.
Zur Saisoneröffnung am 1. Mai veranstalten die Steegefreunde einen Familien-, Spiele- und Spaßtag am See. Geboten wird Leckeres vom Grill sowie Kaffee und Kuchen und „Pizzen von Onkel Duran“ – die Familie Duran betreibt auch in dieser Saison die Gastronomie als Pächter. Musikalisch wird die EinMannBand2 (Schussenpower meets Herkommer- Live) die Eröffnung begleiten.

Steege-Quiz geboten

Für die Kinder ist ein Spieleangebot vorgesehen, das wetterbedingt stattfindet: Rundfahrten mit dem Steege- Bähnle, Mini-Cart-Bahn, Spielstationen, Bogenschießen, Kinderschminken, Figurentheater, und ein Steege- Quiz. Dazu werden die Teilnehmer mit Zettel und Stift ausgestattet und müssen Fragen rund um den See beantworten – die Antworten sind auf dem Gelände zu finden, am Ende gilt es ein Lösungswort zu bilden. „Das ist vor allem für Kinder gedacht, aber auch Erwachsene dürfen gerne teilnehmen“, sagt Wiest. Wie genau der Einweihungssprung vonstatten gehen wird, wird kurzfristig entschieden. „Es sollen ja 15 Grad werden, da hoffen wir jetzt drauf“, so Wiest, „eventuell springt jemand vom DLRG im Neoprenanzug.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 29.04.2017
Text und Fotos:   Paulina Stumm

 

Workshops, Kunst und Kuchen sind am Steegersee geboten

Besucheransturm an Aulendorfs Naturfreibad bleibt zum Saisonabschluss aus –
Nach dem 14. September ist es vorbei mit dem Baden

AULENDORF – Trotz schönstem Spätsommerwetter ist der erwartete Besucherzulauf beim Saisonabschluss der Steegefreunde am vergangenen Samstag in Aulendorfs Naturfreibad leider ausgeblieben. Offizielles Ende der Badesaison ist erst am Sonntag, 14. September.

Der erste stellvertretende Vorsitzende, Hardy Sczech, sprach dann am späten Nachmittag bei der Mitgliederversammlung des Vereins seine Enttäuschung darüber offen aus und appellierte an die Aulendorfer: „Kommt und besucht die Veranstaltungen, die wir zum Erhalt des Steegerseebades durchführen!“

Der neu gewählte Vorstand der Steege-Freunde, ganz rechts die Vorsitzende, Sigrid Frick

Dabei war einiges geboten an diesem Nachmittag. Zum einen die von Joachim Haas organisierte freiluft Kunstausstellung, mehrere Workshops und ein üppiges Kuchenbuffet. Andy Herkommer untermalte die Veranstaltung mit Live-Musik. Die Besucher hatten die Qual der Wahl, galt es doch aus 57 Werken unterschiedlichster Art drei eigene Favoriten für den Steegekalender 2015 zu bestimmen. Allerorts war zu hören: „Drei Kreuzchen sind viel zu wenig bei so vielen tollen Bildern!“ 19 Künstler aus Aulendorf und Umgebung, Wangen und Stuttgart präsentierten ihre Objekte im Ambiente des Steege. Da traf an der Holzwand einer Umkleidekabine der nackte Rücken der Eva auf den letzten blauen Wal, eine Aulendorfer Eckhexe liebäugelte mit Bella Italia, Mohnblüten, Sonnenblumen und Anemonen trafen sich im „Botanischen Garten“ und Tante Ursula ging neben Dieters Häusle schwimmen.

Genau so mannigfaltig wie die Titel der Objekte war auch die Art der Ausführung: Fotografien, Kohlezeichnungen, Aquarelle, gewebte Urlaubserinnerungen, Naturcollagen, Gespachteltes, Ölmalerei. Organisator Haas im Gespräch mit der SZ: „Ich bin immer wieder überrascht von dieser breit gefächerten Vielfalt.“ Für ihn seien die Kontakte zu den Künstlern im Vorfeld immer äußerst spannend, fügt er hinzu. „Dieses Mal haben wir erstmalig einen Künstler der unter dem Pseudonym Seefreund teilnimmt, weil er nicht namentlich erwähnt werden möchte“, berichtet Haas. Und erst diese Woche habe ein Vater spät abends noch das Bild seines zehnjährigen Sohnes vorbeigebracht, weil dieser unbedingt noch mitmachen wollte.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 08.09.2014
Text und Fotos:   Claudia Buchmüller

Kinder jagen den Räuber Hotzenplotz

Tausende Besucher kommen am
Familien-Spiele- und Spaßtag
zur Eröffnung des Steegersees

AULENDORF – Weit über Tausend große und kleine Besucher aus Nah und Fern sind gestern der Einladung der Steege-Freunde zur Eröffnung der diesjährigen Badesaison am Steegersee in Aulendorf gefolgt. „Die letzten Tage haben wir ganz schön gebibbert, weil jeder Wetterbericht etwas anderes vorhergesagt hat“, gesteht Sigrid Frick, Vorsitzende der Steege-Freunde, im Gespräch mit der SZ.

Buntes Treiben: Bei der Saisoneröffnung hat sich niemand gelangweilt.

Mehr als 40 Helfer sind im Einsatz und sorgen nicht nur für das leibliche Wohl der Besucher, sondern vor allem für Unterhaltung. Etliche Angebote machen dem Familien-Spiele- und Spaßtag alle Ehre: Bogen- und Torwandschießen, eine Hüpfburg, Basteln mit Mauchers, Kinderschminken, Kistenstapeln mit der Jugendfeuerwehr, Bähnle fahren, ein Streichelzoo, Stelzen laufen und Go-Kart-Pulling. Nicht zu vergessen das ganz banale Sandeln am Wasser, das Karussellfahren oder Tischtennisspielen.

Mutig: Das Wasser des Steegersees hatte 13,6 Grad.
Auch das Bogenschießen kam gut an, bei Klein und Groß.

Familie Haag aus Esbach ist mittendrin und Vater Roland sagt: „Wir haben eine kleine Radtour gemacht, weil die Kinder unbedingt hierher wollten, da ihnen die Saisoneröffnung im letzten Jahr so gut gefallen hat. Jetzt warten wir alle auf den Beginn der Räuber-Hotzenplotz-Rallye.“ Dies ist der Höhepunkt des Tages – mit einem Spielkärtchen versehen, ziehen die Teilnehmer los und bewältigen rund um den Steegersee die verschiedensten Aufgaben. Dabei sollen mit dem Kescher im Bach Fische gefangen, das Geheimnis um den Verbleib der gestohlenen Kaffeemaschine der Großmutter geklärt und Tannenzapfen durch Ringe befördert werden.

So richtig gruselig wird es beim Entdecken und Benennen der Tiere, die sich lebensgroß im Wald verstecken: Bär und Wildschwein, Reh und Dachs, Fasan und Ente. Holzscheibenlaufen und Räuberfangen sind auch noch dabei und bei jeder Station erhalten die Kinder einen Stempel und im Ziel dann einen Original-Räuber-Hotzenplotz-Hut zur Belohnung.

Die Räuber-Hotzenplotz-Rallye war der Höhepunkt des Familien-Spiele- und Spaßtags am Steegersee. Dabei galt es, etliche Aufgaben zu bewältigen und Rätsel zu lösen.

Kein Wunder, dass es durchweg positive Rückmeldungen gibt, so wie von Familie Bilke aus Oberweiler, die zusammen mit drei befreundeten Familien nach Aulendorf gewandert ist. Vater Bilke etwa sagt: „Uns gehört sozusagen schon ein Quadratmeter Steege, denn wir kommen, sobald es das Wetter erlaubt, zum Baden her.“

Auch Hartmut Sczech von den Steege-Freunden ist voll zufrieden: „Der heutige Tag ist die Belohnung für die vielen Arbeitsstunden, die wir seit Januar geleistet haben und dass die Gastronomie so gut angenommen wird und die neu renovierte Küche diesem enormen Besucheransturm ohne Probleme gerecht wird, freut mich ganz besonders.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 02.05.2013
Text und Fotos:   Claudia Buchmüller

Gastronomie am Steege hat neue Pächter

Brüder Güney und Umut Kurt sind bekannt in Aulendorf – Zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten auf der Baustelle

AULENDORF – Aus dem Gastronomie-Pavillon ertönt eine Säge, vom Dach sind Hammerschläge zu hören. Auf der Baustelle am Steegersee in Aulendorf geht es geschäftig zu. Peter Angele und Helmut Fuchs sägen Holzplatten für die Wandverkleidung. Die beiden Männer gehören zum Bauteam um Hartmut Sczech, stellvertretender Vorsitzender der Steege-Freunde und Koordinator der Renovierungsarbeiten.

Helmut Fuchs (links) und Peter Angele vom Bauteam der Steege-Freunde sägen die Holzplatten für die Wandverkleidung

Die Steege-Freunde hatten vor einem Jahr die Pavillons gekauft. Seither beteiligen sich zahlreiche Ehrenamtliche an der Renovierung. Nach der Erneuerung der Außenterrasse auf der Seite zum Parkplatz kam im Herbst vergangenen Jahres die Gastronomie dran. „Seitdem ist das Bauteam mit rund 15 ehrenamtlichen Männern im Einsatz. Die haben das Herz am richtigen Fleck und bringen Sachverstand und Engagement mit“, sagt Barbara Reck-Irmler, Sprecherin der Steege-Freunde. Montags, donnerstags und samstags packen die Männer auf der Baustelle an. Einer von ihnen ist Peter Angele. „Ich schaffe hier für meine Enkel, damit sie weiterhin einen schönen See haben und auch für uns. Es ist wie in der ganzen Stadt: Wenn es finanziell nicht geht, dann muss man sich selbst einsetzen“, sagt er.

Arbeiten auf dem Dach

Ehrenamtliche Helfer erneuern das Dach der Pavillons über der Gastronomie.

Während Angele mit Helmut Fuchs im Gastronomie-Bereich arbeitet, verlegen Arnulf Theoboldt und zwei weitere Helfer Bitumen-Schindeln auf dem Dach über der Gastronomie. „Für die Schindeln haben wir 30 Jahre Garantie. Wir wollten was Dauerhaftes und nichts, was nach zehn Jahren wieder erneuert werden muss“, sagt Sigrid Frick, Vorsitzende der SteegeFreunde. Später soll eine Solaranlage auf dem Dach installiert werden.

Unten in der Küche gehen die Arbeiten weiter. „Wir haben vom Wirtschaftskontrolldienst viele Auflagen bekommen. Daher haben wir die Küche jetzt von Grund auf saniert“, sagt Reck-Irmler. Es gebe eine neue Wasserver- und -entsorgung, eine neue Elektrik sowie neue Boden-, Wandund Deckenaufbauten. „Wir bekommen eine komplett neue Küchenausstattung“, sagt Reck-Irmler. Umut und Güney Kurt freuen sich auf die neue Küche. „Das macht richtig Spaß und sieht super aus“, sagen sie. Die Brüder sind die neuen Pächter der Gastronomie am Steegersee. „Wir hatten fünf bis sechs Anfragen. Drei Interessenten waren in der engeren Auswahl“, berichtet Reck-Irmler. Laut Frick hat es intensive Gespräche mit den Interessenten gegeben. „Es war uns sehr wichtig, dass der Pächter bereit ist, mit den hiesigen Unternehmen zusammenzuarbeiten und sich beispielsweise die Getränke, die Wurst und die Backwaren von Aulendorfer Geschäftsleuten liefern lässt“, sagt Reck-Irmler. Denn die Steege-Freunde würden wiederrum die örtlichen Firmen um Spenden bitten. „Die Brüder Kurt machen da mit und so schließt sich der Kreis“, sagt Reck-Irmler.

Güney Kurt ist seit fast sechs Jahren in Aulendorf. Hier betreibt er in der Hauptstraße die Pizza- und Kebap-Station Kimo. „Ich bin bekannt“, sagt er.

Die neuen Pächter der Gastronomie am Steegersee Umut und Güney Kurt (Zweiter und Dritter von links) freuen sich mit Barbara Reck-Irmler (links), Sigrid Frick (Zweite von rechts) und Hartmut Sczech (rechts) von den Steege-Freunden auf den Saisonstart.

Am Steegersee möchte Familie Kurt unter anderem Pizza, Pommes, Currywurst, Schnitzel, Kuchen und Eis anbieten. „An bestimmten Tagen soll es Nudelgerichte geben und ab Juni eine Salattheke“, sagt Umut Kurt. Zudem sei ein Sonntagsfrühstück mit Buffet geplant.

Der Vertrag mit den Brüdern Kurt läuft zunächst auf ein Jahr, um sich gegenseitig kennenzulernen. „Er wird automatisch weitergeführt, wenn nicht einer der Vertragspartner bis zum 30. November kündigt“, erklärt Frick. Am 27. April soll es eine Putzaktion der Steege-Freunde geben. Anschließend können die neuen Pächter die Küche bestücken.

Der Badebetrieb am Steegersee in Aulendorf beginnt am 1. Mai mit dem Familien-Spiele- und Spaßtag.

Die Steege-Freunde sind zuversichtlich, dass sie die Bauarbeiten bis zum Saisonstart am 1. Mai abgeschlossen haben. „Das Bauteam erlebt zwar immer neue Überraschungen, aber bislang gab es für jedes Problem eine Lösung“, sagt Reck-Irmler. So musste beispielsweise der Eingangsbereich aus Sicherheitsgründen erneuert werden. Hier war das Holz morsch geworden. „Die Maßnahme war für dieses Frühjahr nicht vorgesehen, aber so ist das eben bei einem alten Haus“, sagt ReckIrmler. Gemeinsam mit Sigrid Frick steht sie vor den Pavillons und blickt zu den vielen ehrenamtlichen Helfern. „Das ist der helle Wahnsinn – das Miteinander und dass alle ohne viele Worte anpacken. Das ist auch für uns eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt sie.

Unterstützung von Unternehmern

Frick berichtet von tollen Erlebnissen bei ihrer Suche nach Sponsoren und Unterstützern. „Wir waren auch bei fremden Unternehmen weit über Aulendorf hinaus, die gesagt haben, sie helfen uns, weil die Sache gut ist und weil es für die Infrastruktur von Aulendorf ist.“ So erhalten die Steege-Freunde Sachspenden, Rabatte und Spenden von Unternehmern. „Die Firmen kommen von Gaisbeuren bis Tettnang und unterstützen uns mit Spenden von insgesamt 30 000 bis 40 000 Euro“, sagt Sczech. „Das beflügelt uns“, sagt Reck-Irmler und macht gleichzeitigt deutlich: „Es ist noch viel Arbeit. Aber wenn man den Einbau der Küche geschafft hat, dann schafft man auch das andere.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 16.04.2013
Text und Fotos:   Simone Harr