Archiv der Kategorie: Presse

Workshops, Kunst und Kuchen sind am Steegersee geboten

Besucheransturm an Aulendorfs Naturfreibad bleibt zum Saisonabschluss aus –
Nach dem 14. September ist es vorbei mit dem Baden

AULENDORF – Trotz schönstem Spätsommerwetter ist der erwartete Besucherzulauf beim Saisonabschluss der Steegefreunde am vergangenen Samstag in Aulendorfs Naturfreibad leider ausgeblieben. Offizielles Ende der Badesaison ist erst am Sonntag, 14. September.

Der erste stellvertretende Vorsitzende, Hardy Sczech, sprach dann am späten Nachmittag bei der Mitgliederversammlung des Vereins seine Enttäuschung darüber offen aus und appellierte an die Aulendorfer: „Kommt und besucht die Veranstaltungen, die wir zum Erhalt des Steegerseebades durchführen!“

Der neu gewählte Vorstand der Steege-Freunde, ganz rechts die Vorsitzende, Sigrid Frick

Dabei war einiges geboten an diesem Nachmittag. Zum einen die von Joachim Haas organisierte freiluft Kunstausstellung, mehrere Workshops und ein üppiges Kuchenbuffet. Andy Herkommer untermalte die Veranstaltung mit Live-Musik. Die Besucher hatten die Qual der Wahl, galt es doch aus 57 Werken unterschiedlichster Art drei eigene Favoriten für den Steegekalender 2015 zu bestimmen. Allerorts war zu hören: „Drei Kreuzchen sind viel zu wenig bei so vielen tollen Bildern!“ 19 Künstler aus Aulendorf und Umgebung, Wangen und Stuttgart präsentierten ihre Objekte im Ambiente des Steege. Da traf an der Holzwand einer Umkleidekabine der nackte Rücken der Eva auf den letzten blauen Wal, eine Aulendorfer Eckhexe liebäugelte mit Bella Italia, Mohnblüten, Sonnenblumen und Anemonen trafen sich im „Botanischen Garten“ und Tante Ursula ging neben Dieters Häusle schwimmen.

Genau so mannigfaltig wie die Titel der Objekte war auch die Art der Ausführung: Fotografien, Kohlezeichnungen, Aquarelle, gewebte Urlaubserinnerungen, Naturcollagen, Gespachteltes, Ölmalerei. Organisator Haas im Gespräch mit der SZ: „Ich bin immer wieder überrascht von dieser breit gefächerten Vielfalt.“ Für ihn seien die Kontakte zu den Künstlern im Vorfeld immer äußerst spannend, fügt er hinzu. „Dieses Mal haben wir erstmalig einen Künstler der unter dem Pseudonym Seefreund teilnimmt, weil er nicht namentlich erwähnt werden möchte“, berichtet Haas. Und erst diese Woche habe ein Vater spät abends noch das Bild seines zehnjährigen Sohnes vorbeigebracht, weil dieser unbedingt noch mitmachen wollte.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 08.09.2014
Text und Fotos:   Claudia Buchmüller

Kinder jagen den Räuber Hotzenplotz

Tausende Besucher kommen am
Familien-Spiele- und Spaßtag
zur Eröffnung des Steegersees

AULENDORF – Weit über Tausend große und kleine Besucher aus Nah und Fern sind gestern der Einladung der Steege-Freunde zur Eröffnung der diesjährigen Badesaison am Steegersee in Aulendorf gefolgt. „Die letzten Tage haben wir ganz schön gebibbert, weil jeder Wetterbericht etwas anderes vorhergesagt hat“, gesteht Sigrid Frick, Vorsitzende der Steege-Freunde, im Gespräch mit der SZ.

Buntes Treiben: Bei der Saisoneröffnung hat sich niemand gelangweilt.

Mehr als 40 Helfer sind im Einsatz und sorgen nicht nur für das leibliche Wohl der Besucher, sondern vor allem für Unterhaltung. Etliche Angebote machen dem Familien-Spiele- und Spaßtag alle Ehre: Bogen- und Torwandschießen, eine Hüpfburg, Basteln mit Mauchers, Kinderschminken, Kistenstapeln mit der Jugendfeuerwehr, Bähnle fahren, ein Streichelzoo, Stelzen laufen und Go-Kart-Pulling. Nicht zu vergessen das ganz banale Sandeln am Wasser, das Karussellfahren oder Tischtennisspielen.

Mutig: Das Wasser des Steegersees hatte 13,6 Grad.
Auch das Bogenschießen kam gut an, bei Klein und Groß.

Familie Haag aus Esbach ist mittendrin und Vater Roland sagt: „Wir haben eine kleine Radtour gemacht, weil die Kinder unbedingt hierher wollten, da ihnen die Saisoneröffnung im letzten Jahr so gut gefallen hat. Jetzt warten wir alle auf den Beginn der Räuber-Hotzenplotz-Rallye.“ Dies ist der Höhepunkt des Tages – mit einem Spielkärtchen versehen, ziehen die Teilnehmer los und bewältigen rund um den Steegersee die verschiedensten Aufgaben. Dabei sollen mit dem Kescher im Bach Fische gefangen, das Geheimnis um den Verbleib der gestohlenen Kaffeemaschine der Großmutter geklärt und Tannenzapfen durch Ringe befördert werden.

So richtig gruselig wird es beim Entdecken und Benennen der Tiere, die sich lebensgroß im Wald verstecken: Bär und Wildschwein, Reh und Dachs, Fasan und Ente. Holzscheibenlaufen und Räuberfangen sind auch noch dabei und bei jeder Station erhalten die Kinder einen Stempel und im Ziel dann einen Original-Räuber-Hotzenplotz-Hut zur Belohnung.

Die Räuber-Hotzenplotz-Rallye war der Höhepunkt des Familien-Spiele- und Spaßtags am Steegersee. Dabei galt es, etliche Aufgaben zu bewältigen und Rätsel zu lösen.

Kein Wunder, dass es durchweg positive Rückmeldungen gibt, so wie von Familie Bilke aus Oberweiler, die zusammen mit drei befreundeten Familien nach Aulendorf gewandert ist. Vater Bilke etwa sagt: „Uns gehört sozusagen schon ein Quadratmeter Steege, denn wir kommen, sobald es das Wetter erlaubt, zum Baden her.“

Auch Hartmut Sczech von den Steege-Freunden ist voll zufrieden: „Der heutige Tag ist die Belohnung für die vielen Arbeitsstunden, die wir seit Januar geleistet haben und dass die Gastronomie so gut angenommen wird und die neu renovierte Küche diesem enormen Besucheransturm ohne Probleme gerecht wird, freut mich ganz besonders.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 02.05.2013
Text und Fotos:   Claudia Buchmüller

Gastronomie am Steege hat neue Pächter

Brüder Güney und Umut Kurt sind bekannt in Aulendorf – Zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten auf der Baustelle

AULENDORF – Aus dem Gastronomie-Pavillon ertönt eine Säge, vom Dach sind Hammerschläge zu hören. Auf der Baustelle am Steegersee in Aulendorf geht es geschäftig zu. Peter Angele und Helmut Fuchs sägen Holzplatten für die Wandverkleidung. Die beiden Männer gehören zum Bauteam um Hartmut Sczech, stellvertretender Vorsitzender der Steege-Freunde und Koordinator der Renovierungsarbeiten.

Helmut Fuchs (links) und Peter Angele vom Bauteam der Steege-Freunde sägen die Holzplatten für die Wandverkleidung

Die Steege-Freunde hatten vor einem Jahr die Pavillons gekauft. Seither beteiligen sich zahlreiche Ehrenamtliche an der Renovierung. Nach der Erneuerung der Außenterrasse auf der Seite zum Parkplatz kam im Herbst vergangenen Jahres die Gastronomie dran. „Seitdem ist das Bauteam mit rund 15 ehrenamtlichen Männern im Einsatz. Die haben das Herz am richtigen Fleck und bringen Sachverstand und Engagement mit“, sagt Barbara Reck-Irmler, Sprecherin der Steege-Freunde. Montags, donnerstags und samstags packen die Männer auf der Baustelle an. Einer von ihnen ist Peter Angele. „Ich schaffe hier für meine Enkel, damit sie weiterhin einen schönen See haben und auch für uns. Es ist wie in der ganzen Stadt: Wenn es finanziell nicht geht, dann muss man sich selbst einsetzen“, sagt er.

Arbeiten auf dem Dach

Ehrenamtliche Helfer erneuern das Dach der Pavillons über der Gastronomie.

Während Angele mit Helmut Fuchs im Gastronomie-Bereich arbeitet, verlegen Arnulf Theoboldt und zwei weitere Helfer Bitumen-Schindeln auf dem Dach über der Gastronomie. „Für die Schindeln haben wir 30 Jahre Garantie. Wir wollten was Dauerhaftes und nichts, was nach zehn Jahren wieder erneuert werden muss“, sagt Sigrid Frick, Vorsitzende der SteegeFreunde. Später soll eine Solaranlage auf dem Dach installiert werden.

Unten in der Küche gehen die Arbeiten weiter. „Wir haben vom Wirtschaftskontrolldienst viele Auflagen bekommen. Daher haben wir die Küche jetzt von Grund auf saniert“, sagt Reck-Irmler. Es gebe eine neue Wasserver- und -entsorgung, eine neue Elektrik sowie neue Boden-, Wandund Deckenaufbauten. „Wir bekommen eine komplett neue Küchenausstattung“, sagt Reck-Irmler. Umut und Güney Kurt freuen sich auf die neue Küche. „Das macht richtig Spaß und sieht super aus“, sagen sie. Die Brüder sind die neuen Pächter der Gastronomie am Steegersee. „Wir hatten fünf bis sechs Anfragen. Drei Interessenten waren in der engeren Auswahl“, berichtet Reck-Irmler. Laut Frick hat es intensive Gespräche mit den Interessenten gegeben. „Es war uns sehr wichtig, dass der Pächter bereit ist, mit den hiesigen Unternehmen zusammenzuarbeiten und sich beispielsweise die Getränke, die Wurst und die Backwaren von Aulendorfer Geschäftsleuten liefern lässt“, sagt Reck-Irmler. Denn die Steege-Freunde würden wiederrum die örtlichen Firmen um Spenden bitten. „Die Brüder Kurt machen da mit und so schließt sich der Kreis“, sagt Reck-Irmler.

Güney Kurt ist seit fast sechs Jahren in Aulendorf. Hier betreibt er in der Hauptstraße die Pizza- und Kebap-Station Kimo. „Ich bin bekannt“, sagt er.

Die neuen Pächter der Gastronomie am Steegersee Umut und Güney Kurt (Zweiter und Dritter von links) freuen sich mit Barbara Reck-Irmler (links), Sigrid Frick (Zweite von rechts) und Hartmut Sczech (rechts) von den Steege-Freunden auf den Saisonstart.

Am Steegersee möchte Familie Kurt unter anderem Pizza, Pommes, Currywurst, Schnitzel, Kuchen und Eis anbieten. „An bestimmten Tagen soll es Nudelgerichte geben und ab Juni eine Salattheke“, sagt Umut Kurt. Zudem sei ein Sonntagsfrühstück mit Buffet geplant.

Der Vertrag mit den Brüdern Kurt läuft zunächst auf ein Jahr, um sich gegenseitig kennenzulernen. „Er wird automatisch weitergeführt, wenn nicht einer der Vertragspartner bis zum 30. November kündigt“, erklärt Frick. Am 27. April soll es eine Putzaktion der Steege-Freunde geben. Anschließend können die neuen Pächter die Küche bestücken.

Der Badebetrieb am Steegersee in Aulendorf beginnt am 1. Mai mit dem Familien-Spiele- und Spaßtag.

Die Steege-Freunde sind zuversichtlich, dass sie die Bauarbeiten bis zum Saisonstart am 1. Mai abgeschlossen haben. „Das Bauteam erlebt zwar immer neue Überraschungen, aber bislang gab es für jedes Problem eine Lösung“, sagt Reck-Irmler. So musste beispielsweise der Eingangsbereich aus Sicherheitsgründen erneuert werden. Hier war das Holz morsch geworden. „Die Maßnahme war für dieses Frühjahr nicht vorgesehen, aber so ist das eben bei einem alten Haus“, sagt ReckIrmler. Gemeinsam mit Sigrid Frick steht sie vor den Pavillons und blickt zu den vielen ehrenamtlichen Helfern. „Das ist der helle Wahnsinn – das Miteinander und dass alle ohne viele Worte anpacken. Das ist auch für uns eine Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt sie.

Unterstützung von Unternehmern

Frick berichtet von tollen Erlebnissen bei ihrer Suche nach Sponsoren und Unterstützern. „Wir waren auch bei fremden Unternehmen weit über Aulendorf hinaus, die gesagt haben, sie helfen uns, weil die Sache gut ist und weil es für die Infrastruktur von Aulendorf ist.“ So erhalten die Steege-Freunde Sachspenden, Rabatte und Spenden von Unternehmern. „Die Firmen kommen von Gaisbeuren bis Tettnang und unterstützen uns mit Spenden von insgesamt 30 000 bis 40 000 Euro“, sagt Sczech. „Das beflügelt uns“, sagt Reck-Irmler und macht gleichzeitigt deutlich: „Es ist noch viel Arbeit. Aber wenn man den Einbau der Küche geschafft hat, dann schafft man auch das andere.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 16.04.2013
Text und Fotos:   Simone Harr

Kunstwerke für die Steege-Freunde

Aulendorfer Künstler stellen ihre Bilder für Kunstkalender der Steege-Freunde zur Verfügung

AULENDORF – „Erfolg hat nur der, der die Menschen erreicht – mit Aussagen, die die Menschen verstehen.“ Mit diesen Worten hat Aulendorfs Bürgermeister Matthias Burth die vielen Gäste im Marmorsaal des Aulendorfer Schlosses begrüßt. Sie waren gekommen, um die Kunstwerke der ortsansässigen Künstler zu begutachten, die teilweise auch im neuen Kunstkalender der Steege-Freunde aufgenommen worden sind. „In diesem Jahr waren die Themen ein wenig anders als im letzten Kalender“, sagte der Initiator, Künstler, Lehrer und Steege-Freund Joachim Haas.

16 Kreative hatten ihre Werke eingereicht und die Steege-Freunde wählten ihre 13 Lieblingsbilder aus. „Deutlicher Stimmenfänger war Gudrun Raichle, deshalb schmückt ihr ,3m-Sprungbrett‘ das Titelblatt“, erläuterte Haas, der auch noch gleich einen Steeger-See-Muffin mit blauem Zuckerguss, als Dank für die Künstler, kreiert hatte. „Ich weiß, der See ist gar nicht so blau, aber wir Künstler suchen halt unsere blauen Momente“, erklärte er dem Bürgermeister lachend.

Von Eddi Härle sind zwei Bilder im Aulendorfer Schloss zu sehen. Unser Foto zeigt ihn vor seinem Bild „Blick aufs Meer“, das allerdings nicht für den Kalender ausgewählt wurde. Im Kalender wurde sein Bild „Riedbach“ abgedruckt.

Ein weiterer Künstler, Eduard Härle, stellte zwei seiner Werke aus: Den „Riedbach“, der auch in den Kalender aufgenommen wurde, und den „Blick aufs Meer“. „Ich male eher so auf alte Art und Weise“, erzählte Härle, der auch viel für die Aulendorfer Masken und Bühnenbilder für die Narrenzunft malt. Eigentlich arbeitet er als Bauleiter im Tiefbau, doch vor einigen Jahren hatte er einen Reitunfall, der ihn zwang, alles etwas ruhiger anzugehen. „Da hatte ich dann viel Zeit und habe das Malen angefangen“, berichtete der Künstler.

Neu in diesem Jahr ist, dass auch Fotos eingereicht wurden. SteegeFreund Horst Hoch beispielsweise hat seine Bilder „Karussell“ und „Friedhofskapelle“ eingereicht. Eigentlich ist er ja Maschinenbautechniker, aber schon immer hat ihn die Fotografie interessiert. „Das Foto ist das Rohmaterial, am Computer wird es dann nachbearbeitet oder andere Teile eingefügt“, erklärte Hoch. Und das bedeute viel Arbeit am Computer, worüber sich manchmal Familienangehörige beschweren. Einige seiner Bilder konnte er bereits über das Internet verkaufen.

Sigrid Frick zeigte sich begeistert über die positive Resonanz bei der Eröffnung der Vernissage. „Im letzten Jahr hatten wir Kalender in kleinerem Format erstellen lassen; in diesem Jahr ist er DIN A3 – zur besseren Präsentation der Bilder – und auch wie der in einer Auflage von 250 Stück“, erklärte die Vorsitzende der SteegeFreunde. Der Verein wolle, dass der Kalender etwas Exklusives bleibe; im vergangenen Jahr sei er bereits nach vier Wochen ausverkauft gewesen. „Der Erlös dient zur Renovierung der Pavillons; bisher haben wir viel Unterstützung durch die Bürger erhalten; die Aulendorfer haben ein großes Herz“, erklärte Sigrid Frick den Besuchern.

Bei der Vernissage im Aulendorfer Schloss war viel los. Die vielen Besucher diskutierten die dort ausgestellten Bilder.

Und auch, dass es viele Vereine im Ort gibt, die total gut vernetzt sind und sich gegenseitig unterstützen. Beispielsweise hatten die SteegeFreunde die Zimmerleute über RotWeiß-Rad empfohlen bekommen. „Wir sind auch begeistert von den Aktionen des Fördervereins Grundschule oder der Freiwilligen Feuerwehr, die leisten auch ganz viel“, meinte Sigrid Frick, die insgesamt vom Engagement der Bürger angetan ist.

Aber auch die jungen Leute engagieren sich in Aulendorf für den guten Zweck: Das Bläserquintett des Studienkollegs St. Johann, das aus Abiturienten besteht, untermalte die Eröffnung der Vernissage, die noch bis Advent im Schloss zu sehen ist. Hier kann auch an der Gäste-Information der Kalender gekauft werden oder bei „Schneider – schreiben & spielen“ und in der Buchhandlung Rieck. Sigrid Frick vermutet, dass der Kalender ebenfalls bald ausverkauft sein wird, denn „jeder Aulendorfer ist im Herzen ein Steege-Freund.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 22.10.2012
Text und Fotos:   Carmen Schwind

Schüler bauen Windbretter für Steege-Pavillons

Sägen, schleifen, schrauben, streichen – Die Werkrealschule Aulendorf leistet Beitrag zum Gemeinwohl

AULENDORF-Auf offene Ohren und rührige Hände sind die Steegefreunde mit ihrer Bitte um Mithilfe bei der Renovation der Steegepavillons bei der Werkrealschule Aulendorf gestoßen. Steegefreund Hardy Sczech erklärt bei einem Treffen mit den Schülern, dass hinter der Bitte um Unterstützung bei der Fertigung der Modulteile auch der Gedanke stand: „Wenn wir Jugendliche in unser Projekt mit einbeziehen, werden andere Jugendliche vielleicht davon absehen, die Pavillons zu verschandeln.“ Sczech freut sich über die ersten Ergebnisse des Kurses „Natur und Technik“ und bescheinigt nach Besichtigung des Prototyps Kursleiter Frank Mühlbauer und seinen Schülern (Klasse 10) qualitativ hochwertige Arbeit. Gebannt lauschen die Schüler seinen Ausführungen, dass die Pavillons nicht nur einfach Holzbuden sind, sondern sozusagen historischen Wert besitzen, da sie bei der Internationalen Gartenschau 1993 in Stuttgart als Pressezentrum dienten und am Steegersee eins zu eins wieder aufgebaut wurden. Er bietet den Jungs an, ihnen die unkonventionelle, hochinteressante Konstruktionsarbeit einmal vor Ort zu erklären.

Die Schüler sind kräftig am Werkeln: Die Windbretter für den Steege-Pavillon werden von den Schülern der Werkrealschule Aulendorf gestrichen.

Schüler Fabian Herm (16) aus Aulendorf, selbst eifriger Steege-Besucher, sagte im Interview mit der SZ: „Es ist mal was anderes, außerhalb des normalen Lehrstoffes was zu tun und auch die Zusammenarbeit mit den 8ern und 9ern war spannend. (Anmerkung der Redaktion: Schüler der Klassen 8 und 9 arbeiteten gemeinsam mit den 10ern an diesem Projekt) Mitzuhelfen, dass der Steege schöner wird, ist schon cool.“

Auch die Aussicht, dass noch 60 gleichartige Teile gefertigt werden müssen, bereitet ihm keine Sorge, hat doch Lehrer Mühlbauer für die weitere Fertigung extra Schleifmaschinen bestellt. Mühlbauer: „ Es gehört zu unserem pädagogischen Konzept, dass wir erstmal von Hand arbeiten und wenig mit Maschinen. Sonst wissen die Schüler, wie sie mit einem Akkuschrauber umgehen, können aber ohne keine Schraube in die Wand drehen.“ „Es war von Anfang an klar, dass der Steege nur zu retten ist, wenn möglichst viele Menschen sich dafür begeistern lassen und zu erleben, dass ihr Jugendliche euch so für unsere Idee einsetzt, finde ich genial“, lobt Barbara Reck-Irmler von den Steegefreunden. Diese Aktion sei ein eindeutiges Zeichen, dass der Funke übergesprungen ist von einer Idee, die die „Alten“ ins Leben gerufen und welche nun von der Jugend mitgetragen werde.

Unser Foto zeigt (von links): Christian Burger, Markus Bücheler, Fabian Herm, David Laub, Kai Koptschek und Jochen Knödler.

Christof Lang, Schulleiter der Werkrealschule zur Kooperation WRS-Steegefreunde: „Natürlich leisten wir mit unseren Schülern gerne einen sinnvollen Beitrag zur Steege Renovierung und freuen uns ganz besonders über das Lob, dass unsere Schüler exzellente Arbeit geleistet haben.“

 

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 20.10.2012
Text und Fotos:   Claudia Buchmüller

Steege-Freunde wählen neuen Vorstand

Mitglieder gedenken bei ihrer Hauptversammlung des ertrunkenen Kinds

AULENDORF (sz) – 50 Steege-Freunde haben sich am Samstag im neu erworbenen „Vereinsheim” – den Steege-Pavillons – zur Hauptversammlung mit Neuwahlen zusammengefunden.

Beginnend mit einer Schweigeminute für das kürzlich ertrunkene Mädchen, eröffnete die Vereinsvorsitzende Irmgard Vögtle-Laub die Versammlung. In seinem Grußwort an die Steege-Freunde nutzte Bürgermeister Matthias Burth die Gelegenheit, aus Sicht der Stadt auf den Unfall Bezug zu nehmen. Er sagte dazu: „Wer zum Schwimmen geht, geht immer ein gewisses Risiko ein, das sich weder auf die Stadt noch auf den Bademeister übertragen lässt.” Er erwähnte in diesem Zusammenhang ein aktuelles Schreiben der Polizeidirektion Ravensburg, in dem ausdrücklich die vorbildliche und umsichtige Arbeit des Bademeisters Dieter Eisele gelobt wurde, was die Versammlung mit spontanem Beifall quittierte. Nach einem ausdrücklichen Lob für das ehrenamtliche Engagement der Steege-Freunde schloss er die Bitte an, die „Brückenlösung” noch etwas zu verlängern, da jetzt schon abzusehen sei, dass die Stadt weiterhin auf die Mithilfe der Steege-Freunde angewiesen sei.

Es folgte der Bericht des Kassiers Gerhard Reich (vertreten durch Sigrid Frick), der zeigte, dass eine solide Mitgliederbasis, ein engagiertes Sponsoring und erfolgreiche Veranstaltungen zu einem erfreulichen Kassenstand beitragen. Die Presse-Referentin Petra Briemle dankte in ihrem Bericht den Redaktionen von Aulendorf Aktuell und der Schwäbischen Zeitung für die gute, konstruktive Zusammenarbeit. Die Mitgliedswartin Margot Maucher konnte die stolze Zahl von 345 Mitgliedern vermelden. In ihrer Funktion als Verantwortliche für das Sponsoring dankte Sigrid Frick allen Firmen, Vereinen und Privatpersonen für ihre unermüdliche Bereitschaft, die Steege-Freunde zu unterstützen. Mehr noch: Die Herzen der Aulendorfer seien so groß, dass Grundschule, Feuerwehr, AKA und die Steege-Freunde gleichzeitig unterstützt würden.

Renovierung geht voran

„Ob Veranstaltungen oder die Renovierung, meine Ressorts sind immer mit Arbeit verbunden”, so leitete Hardy Sczech seinen Bericht über die Veranstaltungen des vergangenen Vereinsjahres (Saisonauftakt, Benefizkonzert und Saisonabschluss) ein. Im Hinblick auf die anstehenden Renovierungsarbeiten rief er die Anwesenden dazu auf, auf die 80 Prozent intakte Bausubstanz zu schauen, tatkräftig mitzuhelfen und sich schon jetzt auf schöne, rundum renovierte Pavillons zu freuen. Konkret: In einem ersten Bauabschnitt sollen über den Winter die drei Dachsegmente über der Küche und der Küchenbereich komplett renoviert werden, damit zur Badesaison 2013 ein neuer Pächter gefunden werden könne.

Joachim Haas, bisheriger stellvertretender Vorsitzender bedankte sich in seinem Bericht bei allen Künstlern, die ihre Werke zur Nominierung für den Kunst-Kalender 2013 eingereicht hatten (die SZ berichtete, am 24. September 2012: „Geburtsstunde einer Rarität“). Vorausschauend lud er alle Anwesenden ein, sich den Sonntag, 21. Oktober für Vernissage mit Verkaufsstart des neuen Kalenders vorzumerken. Gar nicht nach Protokoll und doch herzerfrischend: Jetzt wurde von allen gemeinsam die von ihm komponierte und getextete Steege-Hymne gesungen.

Bei der anschließenden Neuwahl des Vorstands wurden gewählt: Vorsitzende: Sigrid Frick, erster stellvertretender Vorsitzender: Hardy Sczech, zweite stellvertretende Vorsitzende: Petra Briemle, Kassier: Gunter Saile, Schriftführerin: Dr. Anita Herre, VereinsKommunikation: Barbara Reck-Irmler, Mitgliedswartin: Margot Maucher, erster Beisitzer: Wolfgang Irmler, zweite Beisitzerin: Gisela Henne, dritte Beisitzerin: Anja Angele, erster Kassenprüfer: Matthias Burth, zweiter Kassenprüfer: Corinna Rey.

„Damit aus einer guten Idee ein funktionierendes Vereinsleben werden kann, braucht es viel Engagement, Verantwortungsgefühl und Menschenkenntnis“, sagte Barbara Reck-Irmler gegenüber der SZ. Dies alles und vieles mehr hättem die scheidenden Vorstandsmitglieder eingebracht, wofür sie von Reck-Irmler am Schluss der Veranstaltung geehrt wurden.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 25.09.2012
Text:   Simone Harr

Spenden ermöglichten Kauf der Pavillons

Renovierung am Steege dauert drei Jahre – Küche soll über den Winter erneuert werden

18.07.2012

AULENDORF – Stolz blicken die Steege-Freunde auf die Pavillons am Steegersee – auf ihre eigenen Pavillons. Denn seit April gehören die Gebäude am Naturfreibad in Aulendorf dem Verein (Die SZ berichtete, Steege-Freunde kaufen die Pavillons am Steegersee in Aulendorf, am 3. April 2012). Den Kauf möglich gemacht haben zahlreiche Spenden von Privatleuten, Firmen und Vereinen.

Verhandlungen mit Besitzer

Die Raiffeisenbank Aulendorf, der Kur- und Fremdenverkehrsverein und das Grafikbüro Reck-Irmler hatten den Steege-Freunden Spenden für den Kauf der Pavillons zugesichert. Die Raiba sagte 10 000 Euro zu, der Kur- und Fremdenverkehrsverein 25 000 Euro. „Das war für uns die Basis. Nach diesen Zusagen konnten wir in die Kaufverhandlungen einsteigen“, sagt Hartmut Sczech von den Steege-Freunden. Die Volksbank Bad Saulgau habe zudem 1000 Euro, die Kreissparkasse 500 Euro und die Fahrschule Ibis habe 400 Euro gespendet. Der Kur- und Fremdenverkehrsverein unterstützte die SteegeFreunde letztendlich mit rund 26 000 Euro. „Wir waren hocherfreut, dass wir durch die

Die Raiffeisenbank Aulendorf unterstützt die Steege-Freunde mit 10 000 Euro.
Der Kur- und Fremdenverkehrsverein förderte den Kauf der Pavillons mit 26 069,80 Euro.
Die Kreissparkasse Aulendorf spendete 500 Euro an die Steege-Freunde für den Kauf der Pavillons.
Anlässlich des Weihnachtskonzertes des Marinechors überreichte die Volksbank Bad Saulgau 1000 Euro an die Steege-Freunde.

Spenden den Kauf der Pavillons anpacken konnten“ sagt Petra Briemle, Pressesprecherin der Steege-Freunde. Seit dem Kauf hat sich an den Pavillons einiges getan. So haben ehrenamtliche Helfer die Außenterrasse auf der Seite zum Parkplatz bereits neu gebaut. „Wir wollen jetzt den Holz-Sockel um die Pavillons erneuen“, erklärt Sczech, der für die Koordination der Renovierungsarbeiten zuständig ist. Laut Briemle gehen die Renovierungen nächste Woche weiter. „Das Holz für den Sockel ist bestellt“, sagt sie. Ab Mitte September soll das Dach über dem Gastro-Bereich renoviert und neu eingedeckt werden. „Dann können wir über den Winter die Küche renovieren und eine neue Küche einbauen, wenn uns das Geld nicht ausgeht“, sagt Sczech. Die Küche sei inzwischen 15 Jahre alt. „Bisher wurde die Gastronomie von Jahr zu Jahr befristet genehmigt. Wir wollen raus aus dem Turnus und durch den Umbau eine dauerhafte Genehmigung für die Gastronomie erhalten“, sagt Sczech. Laut Irmgard Vögtle-Laub, Vorsitzende der Steege-Freunde, sei die Küche immer nur renoviert worden. „Der Wirtschaftskontrolldienst (WKD) hat Vorschriften, wenn wir eine dauerhafte Genehmigung wollen und die wollen wir erfüllen. Wir sind gerade dabei ein Konzept zu entwickeln“, sagt sie. Dabei ginge es auch um die Fragen, was bei den Gastronomen gefragt sei und wer Interesse an der Gastronomie am Steegersee habe.

Gastro-Pächter hat gekündigt

„Der derzeitige Pächter der Gastronomie hat zum 1. Oktober gekündigt und möchte auch in der nächsten Saison die Gastronomie nicht mehr betreiben“, sagt Vögtle-Laub. Petra Briemle, Sprecherin der SteegeFreunde, betont, dass die Gastronomie weiterhin nur während der Saison bewirtet werden soll. Sczech ist es wichtig, dass die Renovierung gut geplant ist. „Wir wollen nicht wie Schildbürger nur Teile streichen, wo wir später wieder arbeiten müssen“, sagt er. Die Steege-Freunde hätten die Wände der Pavillons von einem Fachmann prüfen lassen. „Die Substanz ist soweit gut. Wir müssen sie nur abschleifen und dann streichen“, sagt Sczech. Insgesamt sind die Renovierungsarbeiten auf drei Jahre veranschlagt. „Es ist auch eine Geldfrage. Weitere Spenden sind willkommen – sowohl finanziell als auch durch Mitarbeit von freiwilligen Helfern“, sagt Sigrid Frick, stellvertretende Vorsitzende.

 

 Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 18.07.2012
Text:   Simone Harr
Fotos: Simone Harr und Privat

Bombenstimmung bei der Sommernachtsparty am Steeger See

Benefizkonzert von Engels Hausband und
The Beat Bones ist in Aulendorf ein voller Erfolg

02.07.2012

Der Sommertag und die Sommernacht nutzten viele Aulendorfer, um am Steeger See zu feiern

AULENDORF – Bei 33 Grad Außentemperatur bietet Aulendorfs Steeger See allein schon Vergnügen pur.Geht ein solcher Badetag dann auch noch in eine Sommernachtsparty der Steege Freunde über, bleiben keine Wünsche mehr offen. Peter Engel und seine Hausband und im Anschluss „The Beat Bones“ sorgten am Samstag, 30. Juni 2012, mit einem Benefizkonzert und Musik aus den 60er, 70er und 80er Jahren für Sommernachtsfeeling bei den Besuchern. Sie wurden von 40 Helfern der Steege-Freunde, Audiokonzept, das die Technik bereitgestellt hat, und den Rettungsschwimmern des DLRG, die den Auf- und Abbau der Bühne übernommen haben, unterstützt. Hardy Szech von den Steege- Freunden freute sich über das rege Interesse an der Sommernachtsparty und verriet schon, was mit dem Geld passieren wird: „Der Reingewinn des Abends geht in die Renovierung der Steegepavillions.“ Waren es bei Tageslicht nur wenige Mutige, die sich auf die Tanzwiese wagten, schwangen nach Einbruch der Dunkelheit viele Anwesende bis weit nach Mitternacht das Tanzbein.

 

 

 Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 02.07.2012
Text:   Claudia Buchmüller
Fotos: Privat

Märchenfiguren küssen Steegersee wach

Rund 1000 Besucher kommen zum Familien-Spiele- und Spaßtag der Steege-Freunde –
Badesaison ist eröffnet

02.05.2012

AULENDORF – Am 1. Mai hatten die Ausflügler rings um Aulendorf die Qual der Wahl in Sachen  Veranstaltungen. Rund 1000 Besucher haben sich für den Familien-Spiele- und Spaßtag am Steegersee in Aulendorf, veranstaltet von den Steege- Freunden anlässlich der Eröffnung der Badesaison 2012, entschieden. So wie die 25 Mitglieder vom Elternkreis Tannweiler-Möllenbronn, die zu Fuß mit Kind und Bollerwagen an den Steege gekommen sind und es sich auf der Liegewiese bequem gemacht haben. Es war köstlich anzusehen, wie sich die Kinder bei 17, 4 Grad Wassertemperatur am und im Wasser vergnügten und sogar manche Schwimmer sich hinauswagten.

  Hartmut Sczech von den Steege-Freunden erklärte gegenüber derSZ: „Wir haben zwar gehofft, dass unser Familien-Erlebnistag ankommt, aber mit so viel positiver Resonanz haben wir wirklich nicht gerechnet, vor allem weil ja rings um Aulendorf etwas los ist.“

Geschick beim Stapeln von Kisten ist gefragt.

Das Programm, ganz auf Kinder und junge Familien abgestimmt, ist mehr als vielfältig, und das Konzept geht auf: Ob beim stündlichen Bähnle fahren, dem Kinderschminken oder beim Kistenstapeln der Jugendfeuerwehr, angeseilt an der großen Drehleiter- überall bilden sich Warteschlangen. Hüpfburg und Tretkartbahn sind ebenso belagert wie der Bastelstand von Familie Maucher.

Hier hilft auch Vater Maucher mit: „Anfangs wollte ich nicht so recht, aber mittlerweile macht es richtig Spaß.“ Tochter Sonja ergänzt: „Die Kinder fahren voll ab auf ihn, vor allem diejenigen, die keinen Papa zu Hause haben.“ Auf dem Weg zum „Märchenwald rund um den See“ können die Hasen und Ziegen des Kleintierzuchtvereins gestreichelt werden.

Märchenwald ist Nummer Eins

Der Rattenfänger von Hameln und Schneewittchen: Beim „Märchenwald rund um den See“ konnten die Besucher des Familien-Spiele- und Spaßtags am Steegersee raten, welche Märchen die Kinder darstellen.

Der „Märchenwald rund um den See“ ist unbestritten die Nummer Eins im Programm – Auf der Laufstrecke um den Steege haben sich Kinder in Märchenfiguren verwandelt und spielen Szenen aus verschiedenen Märchen. Stilgerecht fällt an der Wassertretstelle die goldene Kugel der Prinzessin ins Wasser und wird vom Frosch aus der Tiefe geholt. Die Zuschauer werden mit der Frage, in was sich denn der Frosch verwandelt, konfrontiert. Dies ist einfach zu beantworten, schwieriger wird es dann bei Max und Moritz und der Frage, als was die Beiden enden? Hätten Sie’s gewusst? Der siebenjährige Felix aus Aulendorf beantwortet die Frage mühelos und erklärt: „Wir haben doch ein Märchenbuch zu Hause.“

Knabbernde Kinder, küssende Prinzen, schlafende Prinzessinnen, ein am Feuer sitzendes Rumpelstilzchen und Ratten im Gefolge des pfeifenden Fängers bieten Alt und Jung gleichermaßen ein köstliches Erlebnis, und so mancher Erwachsene nimmt sich vor, wieder einmal ein Märchenbuch zu lesen. Dass die Kreativität der Steege- Freunde keine Grenzen kennt, zeigt sich spontan, als am Wurststand das Brot ausgeht – Helfer werden zu den umliegenden Festen gesandt und sie treffen auf offene Ohren beziehungsweise Hände und erfahren ohne Konkurrenzdenken Zeichen der Solidarität in Form von Wecken und Brot. Eine schöne Geste.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 12.05.2012
Text:   Claudia Buchmüller
Fotos: Privat

Steege-Freunde sägen, hämmern und schrauben

Die Terrasse an den Pavillons soll zum Saisonstart fertig werden –
Eröffnung des Naturfreibads ist am 1. Mai

23.04.2012

AULENDORF (sz/sim) – In neun Tagen beginnt die Saison am Steegersee. Die Steege-Freunde sind darum aus dem Winterschlaf erwacht und haben am Wochenende in einer Großaktion mit rund 25 Helferinnen und Helfern die Liegewiese, den Uferbereich und den Parkplatz von den Spuren des Winters befreit. „Auf dem Parkplatz waren viele Schlaglöcher. Klaus Poppenmaier hat mit seinem Radlader daher die Zufahrtswege zum Parkplatz abgezogen und die Schlaglöcher mit Straßenkies gefüllt“, sagt Hartmut Sczech, der die Großaktion am Samstag koordinierte. Auch die Baumpflege stand dabei auf dem Programm. „Wir hatten fachkräftige Unterstützung. Hartmut Theoboldt zeigte uns, wie mit einer Hochastsäge die Äste an den Bäumen auf dem Parkplatz und auf der Liegewiese richtig abgesägt werden“, erzählt Sczech.

Freiwillige Helfer haben am Samstag mit der Renovierung der Terrasse am Steegersee begonnen.

Während die einen Helfer Äste absägten und Laub einsammelten, war ein anderes Team mit der Uferpflege beschäftigt. „Am Ufer haben wir den Sand eingeebnet. Außerdem haben wird den Sandspielplatz mit Sand aufgefüllt, so dass die Kinder dort wieder spielen können“, sagt Sczech. Damit auch die Jugendlichen und Erwachsenen im Sommer was zum Spielen haben, ebneten die Helfer das Beachvolleyballfeld ein.

Nach dem Kauf der Pavillons am Steegersee fiel am Wochenende auch der Startschuss für deren Renovierung. Begonnen wurde mit der Außenterrasse. „Sie ist 15 Jahre alt und musste erneuert werden. Wir wollten das als deutliches Zeichen tun, denn auf der Terrasse turnen auch Kinder herum. Uns war das nicht mehr geheuer. Zumal die Terrasse in einem unbewachten Raum steht“, sagt Sczech.

Zimmermann hilft mit

Dem Kassierer der Steege-Freunde, Gerhard Reich, sei es gelungen einen der Zimmermänner aufzutreiben, der damals die Terrasse gebaut hatte. „Das war ein Glücksfall. Denn der Zimmermann kannte die Konstruktion“, sagte Sczech. Sechs Helfer demontierten am Wochenende die Terrasse erst und bauten sie dann aus heimischer Lärche wieder auf. Die ersten fünf Planken seien bereits auf die Unterkonstruktion montiert worden. „Wir sind guten Mutes, dass die Terrasse bis zur Eröffnung am 1. Mai komplett beplankt ist“, sagt Sczech. Er freut sich, dass die Steege-Freunde bereits in dieser Saison mit der Renovierung der Pavillons beginnen konnten. „Nachdem der Kauf der Pavillons publik geworden war, haben sich spontan Sponsoren bei uns gemeldet, die Geld für die Renovierung spenden wollten. Diese Spenden machen uns Mut“, sagt Sczech. Mut machen den Steege-Freunden auch die zahlreichen Helfer. „Die 25 Helfern waren nicht nur Steege-Freunde. Das waren auch Leute, die gerne zum Steegersee kommen und unsere Arbeit unterstützen“, sagt Sczech. Kommenden Samstag geht es für den Bautrupp mit der Beplankung der Terrasse weiter. Die Steege-Freunde wollen später auch das Dach sanieren und den Eingang streichen. „Der Spendeneingang wird die Geschwindigkeit der Renovierung beeinflussen. Der erste Schwung Geld ist nach der Renovierung der Terrasse weg“, sagt Sczech. Er hofft, dass die Besucher beim Familien-Spiele-und-Spaßtag am 1. Mai sehen, dass die Steege- Freunde die Pavillons fachkundig renovieren. „Vielleicht zückt dann ja der ein oder andere seinen Geldbeutel und spendet“, sagt er.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 23.04.2012
Text: Simone Harr
Fotos: Privat