Workshops, Kunst und Kuchen sind am Steegersee geboten

Besucheransturm an Aulendorfs Naturfreibad bleibt zum Saisonabschluss aus –
Nach dem 14. September ist es vorbei mit dem Baden

AULENDORF – Trotz schönstem Spätsommerwetter ist der erwartete Besucherzulauf beim Saisonabschluss der Steegefreunde am vergangenen Samstag in Aulendorfs Naturfreibad leider ausgeblieben. Offizielles Ende der Badesaison ist erst am Sonntag, 14. September.

Der erste stellvertretende Vorsitzende, Hardy Sczech, sprach dann am späten Nachmittag bei der Mitgliederversammlung des Vereins seine Enttäuschung darüber offen aus und appellierte an die Aulendorfer: „Kommt und besucht die Veranstaltungen, die wir zum Erhalt des Steegerseebades durchführen!“

Der neu gewählte Vorstand der Steege-Freunde, ganz rechts die Vorsitzende, Sigrid Frick

Dabei war einiges geboten an diesem Nachmittag. Zum einen die von Joachim Haas organisierte freiluft Kunstausstellung, mehrere Workshops und ein üppiges Kuchenbuffet. Andy Herkommer untermalte die Veranstaltung mit Live-Musik. Die Besucher hatten die Qual der Wahl, galt es doch aus 57 Werken unterschiedlichster Art drei eigene Favoriten für den Steegekalender 2015 zu bestimmen. Allerorts war zu hören: „Drei Kreuzchen sind viel zu wenig bei so vielen tollen Bildern!“ 19 Künstler aus Aulendorf und Umgebung, Wangen und Stuttgart präsentierten ihre Objekte im Ambiente des Steege. Da traf an der Holzwand einer Umkleidekabine der nackte Rücken der Eva auf den letzten blauen Wal, eine Aulendorfer Eckhexe liebäugelte mit Bella Italia, Mohnblüten, Sonnenblumen und Anemonen trafen sich im „Botanischen Garten“ und Tante Ursula ging neben Dieters Häusle schwimmen.

Genau so mannigfaltig wie die Titel der Objekte war auch die Art der Ausführung: Fotografien, Kohlezeichnungen, Aquarelle, gewebte Urlaubserinnerungen, Naturcollagen, Gespachteltes, Ölmalerei. Organisator Haas im Gespräch mit der SZ: „Ich bin immer wieder überrascht von dieser breit gefächerten Vielfalt.“ Für ihn seien die Kontakte zu den Künstlern im Vorfeld immer äußerst spannend, fügt er hinzu. „Dieses Mal haben wir erstmalig einen Künstler der unter dem Pseudonym Seefreund teilnimmt, weil er nicht namentlich erwähnt werden möchte“, berichtet Haas. Und erst diese Woche habe ein Vater spät abends noch das Bild seines zehnjährigen Sohnes vorbeigebracht, weil dieser unbedingt noch mitmachen wollte.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 08.09.2014
Text und Fotos:   Claudia Buchmüller