Archiv der Kategorie: Presse

Märchenfiguren küssen Steegersee wach

Rund 1000 Besucher kommen zum Familien-Spiele- und Spaßtag der Steege-Freunde –
Badesaison ist eröffnet

02.05.2012

AULENDORF – Am 1. Mai hatten die Ausflügler rings um Aulendorf die Qual der Wahl in Sachen  Veranstaltungen. Rund 1000 Besucher haben sich für den Familien-Spiele- und Spaßtag am Steegersee in Aulendorf, veranstaltet von den Steege- Freunden anlässlich der Eröffnung der Badesaison 2012, entschieden. So wie die 25 Mitglieder vom Elternkreis Tannweiler-Möllenbronn, die zu Fuß mit Kind und Bollerwagen an den Steege gekommen sind und es sich auf der Liegewiese bequem gemacht haben. Es war köstlich anzusehen, wie sich die Kinder bei 17, 4 Grad Wassertemperatur am und im Wasser vergnügten und sogar manche Schwimmer sich hinauswagten.

  Hartmut Sczech von den Steege-Freunden erklärte gegenüber derSZ: „Wir haben zwar gehofft, dass unser Familien-Erlebnistag ankommt, aber mit so viel positiver Resonanz haben wir wirklich nicht gerechnet, vor allem weil ja rings um Aulendorf etwas los ist.“

Geschick beim Stapeln von Kisten ist gefragt.

Das Programm, ganz auf Kinder und junge Familien abgestimmt, ist mehr als vielfältig, und das Konzept geht auf: Ob beim stündlichen Bähnle fahren, dem Kinderschminken oder beim Kistenstapeln der Jugendfeuerwehr, angeseilt an der großen Drehleiter- überall bilden sich Warteschlangen. Hüpfburg und Tretkartbahn sind ebenso belagert wie der Bastelstand von Familie Maucher.

Hier hilft auch Vater Maucher mit: „Anfangs wollte ich nicht so recht, aber mittlerweile macht es richtig Spaß.“ Tochter Sonja ergänzt: „Die Kinder fahren voll ab auf ihn, vor allem diejenigen, die keinen Papa zu Hause haben.“ Auf dem Weg zum „Märchenwald rund um den See“ können die Hasen und Ziegen des Kleintierzuchtvereins gestreichelt werden.

Märchenwald ist Nummer Eins

Der Rattenfänger von Hameln und Schneewittchen: Beim „Märchenwald rund um den See“ konnten die Besucher des Familien-Spiele- und Spaßtags am Steegersee raten, welche Märchen die Kinder darstellen.

Der „Märchenwald rund um den See“ ist unbestritten die Nummer Eins im Programm – Auf der Laufstrecke um den Steege haben sich Kinder in Märchenfiguren verwandelt und spielen Szenen aus verschiedenen Märchen. Stilgerecht fällt an der Wassertretstelle die goldene Kugel der Prinzessin ins Wasser und wird vom Frosch aus der Tiefe geholt. Die Zuschauer werden mit der Frage, in was sich denn der Frosch verwandelt, konfrontiert. Dies ist einfach zu beantworten, schwieriger wird es dann bei Max und Moritz und der Frage, als was die Beiden enden? Hätten Sie’s gewusst? Der siebenjährige Felix aus Aulendorf beantwortet die Frage mühelos und erklärt: „Wir haben doch ein Märchenbuch zu Hause.“

Knabbernde Kinder, küssende Prinzen, schlafende Prinzessinnen, ein am Feuer sitzendes Rumpelstilzchen und Ratten im Gefolge des pfeifenden Fängers bieten Alt und Jung gleichermaßen ein köstliches Erlebnis, und so mancher Erwachsene nimmt sich vor, wieder einmal ein Märchenbuch zu lesen. Dass die Kreativität der Steege- Freunde keine Grenzen kennt, zeigt sich spontan, als am Wurststand das Brot ausgeht – Helfer werden zu den umliegenden Festen gesandt und sie treffen auf offene Ohren beziehungsweise Hände und erfahren ohne Konkurrenzdenken Zeichen der Solidarität in Form von Wecken und Brot. Eine schöne Geste.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 12.05.2012
Text:   Claudia Buchmüller
Fotos: Privat

Steege-Freunde sägen, hämmern und schrauben

Die Terrasse an den Pavillons soll zum Saisonstart fertig werden –
Eröffnung des Naturfreibads ist am 1. Mai

23.04.2012

AULENDORF (sz/sim) – In neun Tagen beginnt die Saison am Steegersee. Die Steege-Freunde sind darum aus dem Winterschlaf erwacht und haben am Wochenende in einer Großaktion mit rund 25 Helferinnen und Helfern die Liegewiese, den Uferbereich und den Parkplatz von den Spuren des Winters befreit. „Auf dem Parkplatz waren viele Schlaglöcher. Klaus Poppenmaier hat mit seinem Radlader daher die Zufahrtswege zum Parkplatz abgezogen und die Schlaglöcher mit Straßenkies gefüllt“, sagt Hartmut Sczech, der die Großaktion am Samstag koordinierte. Auch die Baumpflege stand dabei auf dem Programm. „Wir hatten fachkräftige Unterstützung. Hartmut Theoboldt zeigte uns, wie mit einer Hochastsäge die Äste an den Bäumen auf dem Parkplatz und auf der Liegewiese richtig abgesägt werden“, erzählt Sczech.

Freiwillige Helfer haben am Samstag mit der Renovierung der Terrasse am Steegersee begonnen.

Während die einen Helfer Äste absägten und Laub einsammelten, war ein anderes Team mit der Uferpflege beschäftigt. „Am Ufer haben wir den Sand eingeebnet. Außerdem haben wird den Sandspielplatz mit Sand aufgefüllt, so dass die Kinder dort wieder spielen können“, sagt Sczech. Damit auch die Jugendlichen und Erwachsenen im Sommer was zum Spielen haben, ebneten die Helfer das Beachvolleyballfeld ein.

Nach dem Kauf der Pavillons am Steegersee fiel am Wochenende auch der Startschuss für deren Renovierung. Begonnen wurde mit der Außenterrasse. „Sie ist 15 Jahre alt und musste erneuert werden. Wir wollten das als deutliches Zeichen tun, denn auf der Terrasse turnen auch Kinder herum. Uns war das nicht mehr geheuer. Zumal die Terrasse in einem unbewachten Raum steht“, sagt Sczech.

Zimmermann hilft mit

Dem Kassierer der Steege-Freunde, Gerhard Reich, sei es gelungen einen der Zimmermänner aufzutreiben, der damals die Terrasse gebaut hatte. „Das war ein Glücksfall. Denn der Zimmermann kannte die Konstruktion“, sagte Sczech. Sechs Helfer demontierten am Wochenende die Terrasse erst und bauten sie dann aus heimischer Lärche wieder auf. Die ersten fünf Planken seien bereits auf die Unterkonstruktion montiert worden. „Wir sind guten Mutes, dass die Terrasse bis zur Eröffnung am 1. Mai komplett beplankt ist“, sagt Sczech. Er freut sich, dass die Steege-Freunde bereits in dieser Saison mit der Renovierung der Pavillons beginnen konnten. „Nachdem der Kauf der Pavillons publik geworden war, haben sich spontan Sponsoren bei uns gemeldet, die Geld für die Renovierung spenden wollten. Diese Spenden machen uns Mut“, sagt Sczech. Mut machen den Steege-Freunden auch die zahlreichen Helfer. „Die 25 Helfern waren nicht nur Steege-Freunde. Das waren auch Leute, die gerne zum Steegersee kommen und unsere Arbeit unterstützen“, sagt Sczech. Kommenden Samstag geht es für den Bautrupp mit der Beplankung der Terrasse weiter. Die Steege-Freunde wollen später auch das Dach sanieren und den Eingang streichen. „Der Spendeneingang wird die Geschwindigkeit der Renovierung beeinflussen. Der erste Schwung Geld ist nach der Renovierung der Terrasse weg“, sagt Sczech. Er hofft, dass die Besucher beim Familien-Spiele-und-Spaßtag am 1. Mai sehen, dass die Steege- Freunde die Pavillons fachkundig renovieren. „Vielleicht zückt dann ja der ein oder andere seinen Geldbeutel und spendet“, sagt er.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 23.04.2012
Text: Simone Harr
Fotos: Privat

Steege-Freunde kaufen die Pavillons am Steegersee

Verein sucht Helfer für die Sanierung –
Badesaison beginnt am 1. Mai –
Gastronomie eröffnet am Freitag, 6. April

03.04.2012

AULENDORF (sz/sim) – Nach mehr als 18 Monaten dauernden Verkaufsverhandlungen, zwei Mitgliederversammlungen und unzähligen Sitzungen war es am Wochenende soweit: Der Verein der Steege-Freunde aus Aulendorf hat von der Preiss/Möhrle GbR die Pavillons am Steegersee gekauft. „Sie haben sich sehr entgegenkommend gezeigt. Wir sind sehr zufrieden wie es gelaufen ist“, sagt Petra Briemle, Pressereferentin der Steege-Freunde gegenüber der SZ.

Die Pavillons am Steegersee in Aulendorf gehören jetzt den Steege-Freunden.

Wie von der Mitgliederversammlung am 14. März 2011 bestimmt, haben die Steege-Freunde dazu keinen Kredit aufgenommen, sondern den Kaufpreis ausschließlich mit für diesen Zweck eingeworbenen Sponsorengeldern bezahlt. Auch die Mitgliedsbeiträge und Abmangelzuwendungen wurden dazu – der Satzung des Vereins entsprechend – nicht angetastet. Zahlreiche Aulendorfer Banken, Firmen und Privatleute haben für den Kauf der Pavillons gespendet. Laut Briemle haben der Kur- und Fremdenverkehrsverein und die Raiffeisenbank den Löwenanteil der Finanzierung gestemmt. „Über den Kaufpreis haben wir Stillschweigen vereinbart. Die Mitglieder können jedoch Einsicht nehmen“, sagt Briemle.

Projekt ist nun in einer Hand

Den Steege-Freunden sei es wichtig, dass das gesamte Projekt in den Händen der Bürger sei. „Die Steege-Freunde übernehmen den Abmangel für den Badebetrieb, da ist es auch sinnvoll, dass die Pavillons dem Verein gehören. Denn in diesen sind städtische Dinge untergebracht wie beispielsweise die Kasse, die Duschen oder DLRG-Raum“, sagt Briemle. Für die kommende Badesaison hat die Preiss/Möhrle GbR bereits einen Pachtvertrag mit dem Betreiber der letzten Saison geschlossen. „Mit dem Kaufvertrag haben wir zugesichert, dass diese Vereinbarungen auch für uns gelten. Wir streben mit dem Betreiber eine gute Zusammenarbeit an“, erklärt Briemle. Die diesjährige Badesaison beginnt am 1. Mai mit einem Familientag ab 11.30 Uhr. Der Betreiber der Gastronomie hat sich entschieden, bereits am Freitag, 6. April, zu eröffnen. „Wir haben täglich bei jeder Witterung von 11 bis 19 Uhr geöffnet. Ab dem 1. Mai öffnen wir von 9 bis 20 Uhr“, sagt er.

Für den Herbst planen die Steege- Freunde den Start der umfangreichen Renovierungsarbeiten.

Bohlen müssen ersetzt werden

„Vor der Saison müssen wir auf jeden Fall bei der Terrasse Bohlen ersetzten, da sie teilweise Morsch sind. Außerdem steht noch die Sanierung der Duschen an“, sagt Briemle. Die Sanierung des Daches sei jedoch vor der Saisoneröffnung nicht zu schaffen. „Wir haben das jetzt für den Herbst geplant“, sagt Briemle.

Die Steege-Freunde suchen daher Freiwillige, die mit ihrer Arbeitskraft, ihrem Fachwissen oder Finanzkraft beitragen möchten, dass die Pavillons noch viele Jahre für den Steegersee erhalten werden können.

 Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 03.04.2012
Text: Simone Harr
Fotos: Privat

„Aulendorfer helfen Steege-Freunden mit vielen Ideen”

Privatpersonen und Betriebe geben Geld und Sachspenden zum Erhalt des Nutzfreibads Steegersee

22.12.2012

AULENDORF – Der 80. Geburtstag steht vor der Tür. Doch was wünscht man sich als 80-jährige Dame? Für eine Aulendorferin war das ganz klar: Sie wünschte sich von ihren Gästen Geld für die Steege-Freunde. Als Kind war sie selbst im Steege geschwommen. Inzwischen besuchen ihre Enkel das Naturfreibad. Zahlreiche solcher Geschichten können Petra Briemle und Barbara Reck-Irmler von den Steege-Freunden erzählen. Denn sowohl Privatpersonen als auch Betriebe unterstützen den Verein mit Spenden, die durch kreative Ideen zusammenkommen. Die Steege-Freunde sammeln Geld, um den jährlichen Abmangel, der durch den Betrieb des Bades entsteht, zu bezahlen. „Der Steege ist etwas, dass jeden berührt und betrifft. Die Aulendorfer verbinden mit dem See viele Kindheitserinnerungen“, sagt Briemle.

Die Steege-Freunde haben Bürgermeister Matthias Burth einen Scheck in Höhe von 13 594,54 Euro übergeben. Mit dem Geld soll der Abmangel für den Betrieb des Naturfreibads Steegersee bezahlt werden.

Allein durch die Aktionen der Betriebe sind in der diesjährigen Badesaison 2635 Euro zusammengekommen. „Den Anfang hat Bäcker Edar Raisch gemacht. Er hat uns einen Nusszopf in Form eines Rettungsrings gebacken, den wir bei einer Langen Einkaufsnacht verkauft haben“, erzählt Briemle. Diese Aktion sei eine Art Initialzündung gewesen. „Wenn einer eine Idee hat, dann kommen auch andere auf Ideen. Die Betriebe  kommen alle von sich aus auf uns zu. Das beflügelt uns auch. Man hat nicht das Gefühl, dass man alleine kämpft“, sagt Reck-Irmler. Briemle freut sich über die Aktionen. „In der Form habe ich das aus meiner bisherigen ehrenamtlichen Arbeit nicht gekannt.

Die Bäckerei Leser hat 50 Cent für jedes verkaufte Stück des Steege-Kuchens gespendet.

Dass die Geschäfte aus freien Stücken ohne zu fragen Aktionen machen ist toll“, sagt Briemle. So hat auch Bäcker Werner Leser im Sommer einen Steege-Kuchen verkauft, von dem für jedes gekaufte Stück 50 Cent an die Steege- Freunde gingen. Das Modehaus Scheffold veranstaltete ein Weißwurstfrühstück zugunsten der Steege- Freunde, die Bäckerei Eisinger spendete pro verkauftes Brot in der ersten Woche nach dem Umbau 50 Cent, die Fahrschule Ibi spendet pro Fahrschüler fünf Euro und das Restaurant Esmeralda in Ebersbach spendet für jedes Gericht vom heißen Stein einen Euro. Allein 900 Euro seien am letzten Verkaufstag der Drogerie Philipp zusammengekommen, denn 20 Prozent des Erlöses ging an die Steege-Freunde.

Die Drogerie Philipp spendete 20 Prozent des Erlöses an ihrem letzten Verkaufstag.

Sachspenden schwer zu beziffern

Die Bäckerei Raisch hat einen Nusszopf gebacken, der zugunsten der Steege-Freunde verkauft wurde.

Aber auch mit Sachspenden und Vergünstigungen helfen die Betriebe den Steege-Freunden. „Für die Seeputzte haben die Firmen Heydt und Seifert Geräte, Container und Fahrzeuge uns zur Verfügung gestellt“, berichtet Briemle. Laut Reck-Irmler sei es nicht schwierig die Firmen dafür zu gewinnen. „Wenn wir Hilfe brauchen, dann sind das maximal drei Anrufe“, sagt sie. Es sei schwer, diese Sachleistungen zu beziffern. „Wir sparen dadurch Kosten, die anderenfalls der Bauhof in Rechnung stellen würde. Es ist toll, dass die Betriebe uns durch die Sachleistungen entlasten“, sagt Reck-Irmler. Dazu zähle auch, dass Metzgereien, Bäckereien und Getränkehändler meist nur den Einkaufspreis verlangen, wenn die Steege-Freunde bei ihnen für Veranstaltungen und Aktionen einkaufen. „Manchmal backen die Bäcker auch einfach größere Backwaren für uns“, sagt Briemle.

Die Firma Seifert hat Fahrzeuge bei der Seeputzete bereitgestellt.

Diese Unterstützung käme ganz selbstverständlich von den Betrieben. „Da ist niemand ehrenkäsig. Das finde ich schön. Es ist ein natürliches Miteinander. So ist der Aulendorfer und das ist was Besonderes hier“, sagt Reck-Irmler. Und selbst aus Wales gelangten Spenden nach Aulendorf. „Edith Gruber schreibt dort gerade ihre Doktorarbeit. Sie wollte am Acht-Stunden-Sporttag teilnehmen und kam zu diesem Termin extra angeflogen“, sagt Briemle. An ihrer Universität sei es üblich, dass Menschen, die an karitativen Veranstaltungen teilnehmen, mit einer Spende unterstützt werden.

Für Gruber sammelte der walisische Chor Bangor, das Whistlestop Cafe, die Laufgruppe Cybi Striders und die Doktoranden der Bangor University. „Obwohl der Termin ins Wasser fiel, hat Edith Gruber die Spende von 60 Euro an uns gespendet“, sagt Briemle.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 22.12.2012
Text: Simone Harr
Fotos: Privat