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Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung am 12.09.2020

Liebe Mitglieder des Steege-Freunde e.V.,

nach einer verkürzten Badesaison und nachdem coronabedingt keine unserer üblichen Veranstaltungen möglich war, wollen wir die in unserer Satzung festgelegte, alljährliche Hauptversammlung -unter Einhaltung der Corona-Verordnungen- am Steeger See abhalten.

Um keinen unserer Helfer unnötig zu gefährden, verzichten wir dieses Jahr auf ein Programm, sowie Kaffee und Kuchen. Es geht bei uns im Vorbereitungsraum ziemlich eng zu und zudem sind die Helfer zumeist schon altersmäßig in der Risikogruppe.

Wir hoffen Sie haben dafür Verständnis, und wir können Sie an diesem Tag trotzdem in unserer Reihen –auf Abstand- begrüßen.

Einladung zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Steege-Freunde e.V.

am 12.09.2020
um 15:30 Uhr
am Steeger See

Folgende Tagesordnungspunkte sind vorgesehen:
1. Begrüßung
2. Gedenken der Verstorbenen
3. Protokoll der letzten Mitgliederversammlung
4. Berichte
             ___ a. Vorstand
____b. Schriftführer
____c. Kassierer mit Bericht der Kassenprüfer und Einzelentlastung
____d. Mitgliedswart
5. Entlastung der Vorstandschaft
6. Anträge
7. Neuwahlen der Vorstandschaft
8. Ausblick und Verschiedenes

Anträge sind bis spätestens 3 Tage vor der Mitgliederversammlung in schriftlicher Form beim Vorstand einzureichen.

Mit steege-freundlichen Grüßen
Die Vorstandschaft

 

 

Badeflöße bekommen Holzverkleidung

Großzügige Geldspende macht’s möglich:
Im Steegersee tut sich was

Auf dem Rundweg um den Steegersee in Aulendorf konnten aufmerksame Spaziergänger in den letzten Wochen immer wieder Aktivitäten im Naturstrandbad beobachten. Die Schwäbische Zeitung hat bei Hartmut Sczech, Vorstand des Vereins der Steege-Freunde, nachgefragt. Ergebnis: Derzeit werden die blauen Schwimmpontons im Steegersee mit Holz verkleidet. Der Wunsch nach einer Anpassung der Flöße sei vor allem von älteren Aulendorfern, die sich gerne an die einstigen Holzflöße erinnern, oft an die Steegefreunde herangetragen worden.

Erste Recherchen seinerseits hätten ergeben, dass eine Verkleidung aufgrund der Traglast der Badeinseln ohne Bedenken machbar ist. „Es war aber schnell klar, dass allein die Materialkosten für ein derartiges Projekt im fünfstelligen Bereich liegen“, ergänzt er. Deshalb lag die Idee lange auf Eis. Solange, bis Sczech zufällig mit einem gebürtigen Aulendorfer ins Gespräch kam, der spontan sagte: „Fangt an, das Geld bekommt ihr von mir“. Das sei vor über einem Jahr gewesen. Der großzügige Sponsor, der ungenannt bleiben möchte, hätte einzig den Wunsch geäußert, dass wenn möglich, Aulendorfer Firmen in das Projekt einbezogen werden sollten. Nachdem Stadtverwaltung und Gemeinderat dem Vorhaben zugestimmt hatten, fertigte Wintergartenbau Poppenmaier die aufwändige Unterkonstruktion aus Aluminium. Metallbau Kaiser sorgte für die Sonderanfertigung zur Anbringung der seniorengerechten Komfortaufstiege aus Edelstahl, die wie eine Treppe in einem Winkel von 30 Grad ins Wasser führen. „Beide Firmen brachten enorm viel Know-How ein und Bademeister Dieter Eisele stand uns zu jeder Zeit beratend zur Seite“, blickt Sczech auf die Planungs- und Konstruktionszeit zurück.

Ein spannender Moment: Die teilmontierte Abdeckung wird auf den Schwimmpoiton aufgesetzt.

Seit Mitte März sind die Steege-Freunde, Peter Angele und Klaus Ramm dabei, die Konstruktion mit heimischem Lärchenholz zu verkleiden. Da wegen der Coronaverordnung nur zwei Mann gleichzeitig daran arbeiten konnten, hätten die beiden mehr als 120 Stunden ehrenamtlichen Arbeitseinsatz geleistet, berichtet Sczech dankbar. Knifflig sei das Aufsetzen der ersten Aluminiumkonstruktion gewesen, was Klaus Poppenmaier ehrenamtlich mit Maschineneinsatz unter Zuhilfenahme eines verlängerten Hebearmes gemeinsam mit dem Bademeister und Peter Angele jedoch souverän bewerkstelligte. „Die Anspannung, ob das alles klappt, hat mir schon Schweißperlen auf die Stirn getrieben“, lacht Sczech, der diese Szene für das Bautagebuch fotografiert hat.

Das Herrenfloß liegt bereits fest verankert im Steegersee.

Mittlerweile hat Bademeister Dieter Eisele das Herrenfloß an seinem Platz im See verankert, Damen- und Familienfloß folgen demnächst. Als letztes werden alle Flöße noch mit Rettungsringen ausgestattet, sodass die Badeinseln künftig auch als Rettungsinseln dienen. Sczech ist überzeugt, dass das vielen Schwimmern ein erhöhtes Sicherheitsgefühl geben wird. Im Vergleich zu den vormals recht kippeligen Kunststoffpontons liegen die Flöße nun richtig satt im Wasser.

Dieser Umstand werde in Zukunft sicherlich auch Senioren dazu animieren, sich hin und wieder auf einem Floß auszuruhen. „So kommt zum optischen Aspekt, dass sich die Flöße perfekt in die Natur einfügen, ein enormer Mehrwert an Sicherheit“, freut sich der Hauptorganisator des Projektes.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 25.05.2020
Text und Fotos: Claudia Buchmüller

Weitere Bilder unter Bautagebuch 2020.

Zur Saisoneröffnung gab es Kaiserwetter am Steegersee

Der neue Wasser-und Sand-Spielplatz
wurde seiner Bestimmung übergeben

 Die Aulendorfer „Steege-Freunde“ konnten am Sonntag bei viel Sonnenschein mit „Spiel & Spaß am Steege“ den verheißungsvollen Startschuss in die kommende Badesaison geben.

Nachdem in den vergangenen Jahren der Auftakt in die Bade-Saison im wahrsten Sinne des Wortes teils eher ins Wasser gefallen war, war den „Steege-Freunden“ der Wettergott in diesem Jahr wirklich wohlgesonnen. Viel Sonne bescherte den zahlreich einströmenden Besuchern einen tollen ersten „Steege-Tag“, was Hardy Sczech, Vorsitzender der „Steege-Freunde“, denn auch lächelnd mit den treffenden Worten kommentierte: „Dieses Glück dürfen wir ja wirklich auch mal haben.“

Bei der symbolischen Scheckübergabe zur Eröffnung des neue Wasserund Sand-Spielplatz (von links): Claus Thaler (Vorsitzender der Bürgerstiftung Aulendorf), Dagmar Gallasch, Bernd Roth und Patrick Gallasch (alle vom Aulendorfer Förderverein „Rot-Weiß-Rad“), Petra Briemle (Zweite Vorsitzende der „Steege-Freunde“), Hardy Sczech (Erster Vorsitzender der „Steege-Freunde“) und Bürgermeister Matthias Burth.

Von der Jugendfeuerwehr, einer Tretcarbahn, dem „Steegebähnle“ über Angebote wie  Kerzenziehen, Kinderschminken, Basteln und Bogenschießen bis hin zu einer Basketball- Station war auch für den Badenachwuchs so einiges geboten. Gegen 14 Uhr wurde von den „Steege-Freunden“ der nagelneue und von den Kindern heißersehnte Wasserund Sandspielplatz übergeben sowie gleichzeitig die „großen“ Schecks der Hauptsponsoren über je 3000 Euro von der Aulendorfer Bürgerstiftung und dem Förderverein „Rot- Weiß-Rad“ feierlich überreicht. Dazu merkte Sczech aber gleich lachend an: „Die Schecks sind nur symbolisch. Das Geld ist natürlich längst auf dem Konto. Und auch schon ausgegeben.“ Ferner dankte er sämtlichen Gönnern und Helfern und hob hierbei noch einmal die rund 200 ehrenamtlichen Arbeitsstunden der „Rot-Weiß-Radler“ sowie Volker Theoboldt mit seinen unentgeltlich entliehenen Maschinen und Gerätschaften hervor.

Im Anschluss hielt Bürgermeister Matthias Burth eine erfrischende Rede, in der er wiederum Sczech und allen „Steege-Freunden“ und Helfern Dank zollte für ihr unermüdliches Engagement. Wirklich unermüdlich, denn wie Burth erklärte, sei auch schon das nächste Projekt „in sicheren Tüchern“. Die maroden Sanitäranlagen des Bades seien für diese Saison „nur mit dem Notwendigsten“ hergerichtet worden, doch im September beginnen bereits deren Renovierungen. „Und wie ihr seht“, wandte sich letztlich Sczech zum Abschluss der kleinen Zeremonie mit einem Augenzwinkern an seine Sponsoren, „Projekte gibt es wirklich noch genug, Geld können wir also immer wieder brauchen.“

Bilder zur Saisoneröffnung und dem neuen Spielplatz gibt es unter
www.schwäbische.de/steege-eröffnung

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 07.05.2018
Text und Foto: Julia Kramer

Neue Regeln fürs Baden im Steege

Stadt Aulendorf überarbeitet Badeordnung für das Natur- und Strandbad von 1969

 Die Stadt Aulendorf hat eine neue Badeordnung für den Steegersee erlassen. Die neuen Hausregeln haben einen zeitgemäßen Zuschnitt bekommen, denn die alte Badeordnung stammte aus dem Jahr 1969.

Für das Natur- und Strandbad Steegersee bei Aulendorf gibt es eine neue Badeordnung.

„Und da sie immer noch Gültigkeit hat, kann sie so schlecht nicht gewesen sein“, hatte Bürgermeister Matthias Burth das beinahe 50 Jahre alte Regelwerk mit einem Augenzwinkern noch in der Vorberatung im Verwaltungsausschuss kommentiert. Nun hat der Gemeinderat die neue „Haus- und Badeordnung für das Naturstrandbad Steegersee“ beschlossen. Sie tritt zum Saisonbeginn am 6. Mai in Kraft.

Gleich geblieben ist zumindest der Umfang; auch die neue Badeordnung passt auf drei – zugegebenermaßen, deutlich dichter beschriebene – DINA4- Seiten. Während die neue Badeordnung um einiges ergänzt und abgeändert wurde, findet sich doch auch noch so mancher Satz aus der alten Badeordnung darin wieder: „Die Badegäste haben alles zu unterlassen, was den guten Sitten sowie der Aufrechterhaltung der Sicherheit, Ruhe und Ordnung zuwiderläuft.“

Paddeln verboten

Während sich die alte Badeordnung allerdings mit der exemplarischen Aufzählung einiger Verbote (etwa: Rauchen in den Wechselkabinen) begnügt, geht die neue Badeordnung ins Detail. Wohl auch, weil sie Dinge benennt, über die sich vor 50 Jahren noch niemand den Kopf zerbrochen hat. War 1969 „der Betrieb von Rundfunkgeräten, Plattenspielern und Musikinstrumenten“ noch generell nicht gestattet, ist es heute nicht erlaubt, „Musikinstrumente, Tonwiedergabegeräte (Smartphones, Bluetoothboxen, u.ä.) oder Fernsehgeräte ohne Headset zu benutzen“. Auch Stand-Up-Paddeling (SUP), das neben Paddeln bei Schlauchboten – „aus Gründen des Gewässer- und Pflanzenschutzes sowie der Sicherheit gegenüber anderen Schwimmern“ – verboten ist, war damals noch kein Thema.

Zudem nicht erlaubt ist nach der neuen Badeordnung: das Grillen mit Einweg-Grill oder an einer offenen Feuerstelle sowie das Fotografieren und Filmen anderer Badegäste ohne deren ausdrückliche Einwilligung. Waffen sind auf dem gesamten Gelände verboten. Und für den Sprungturm gilt: Nur jeweils eine Person darf das Sprungbrett betreten, gesprungen werden darf nur, wenn der Sprungbereich frei ist. Unter dem Sprungbereich durchzuschwimmen oder zu tauchen ist genauso wie unter Stegen und Flößen verboten.

Wer sich indes nicht an die Bade und Hausordnung hält, dem droht – nach alten und neuen Regeln – der Rauswurf: „In solchen Fällen wird das Eintrittsgeld nicht zurückerstattet.“ Neu sind auch die ausführlichen Regeln zu den Eintrittskarten, die „alle nicht übertragbar“ sind. Wer betrügt, „wird mit einer Strafe von 30 Euro belegt“. Die neue Badeordnung wird im Bad vorerst übrigens auch weiterhin nur auf Deutsch ausliegen. Laut Bademeister Dieter Eisele ist das bislang noch kein Thema, „aber das mehrsprachige Auslegen könnte in Zukunft kommen“. Und ansonsten? Darf man sich denken: „Der Badegast soll Ruhe und Erholung finden. Die Beachtung der Badeordnung liegt daher in seinem eigenen Interesse“ – auch wenn es dieser Passus nicht mehr in die neue Badeordnung geschafft hat.

Vielseitiges Programm zur Saisoneröffnung

Zur Eröffnung des Natur- und Strandbads Steegersee am Sonntag, 6. Mai, lädt der Verein „Steegefreunde“ zu einem „Spiel & Spaß“-Tag ein, bei dem auch der neue Spielplatz eingeweiht wird.

Los geht es ab 11.30 Uhr. Bis 17 Uhr gibt es ein Spieleangebot für Kinder. Zudem gibt es ein Essensangebot.

Um 13.30 Uhr übergeben die Steegefreunde ihren neuen Wasser- und Sandspielplatz offiziell an die Stadt.

Ab 14 Uhr unterhält die Stadtkapelle Aulendorf.

An Kinderprogramm ist laut Plakat Folgendes geboten: Jugendfeuerwehr, Kerzen ziehen, Tretcarbahn, Steegebähnle, Kinderschminken, Basteln mit Dagi, Bogenschießen, Basketball-Station. Die Veranstaltung findet nur bei gutem und trockenem Wetter statt.

 

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 04.05.2018
Text und Foto: Paulina Stumm

Ehrenamtliche bauen Spielplatz

Am Wochenende haben die Arbeiten am Steeger See begonnen, der dann um eine Attraktion reicher ist

 Die Bauarbeiten zum geplanten „Wasser-Sand-Spielplatz“ der „Steege-Freunde“  haben am vergangenen Wochenende am Ufer des beliebten Strandfreibades begonnen und mit dem Engagement und der Unterstützung aus verschiedensten Richtungen auch gleich so richtig Fahrt aufgenommen.

Welches Wetter hätte in Vorfreude auf den kommenden Sommer besser passen können, um den Spatenstich an einem „Wasser-Sand-Spielplatz“ am Aulendorfer Steegersee setzen zu können, als das am vergangenen Wochenende, war dieses doch nach einem hartnäckigen Winter wahrlich das erste, was dem Frühling Rechnung tragen konnte.

Die unentgeltlich arbeitenden Helfer des Fördervereins „Rot-Weiß-Rad“ legen sich für die jüngsten Badegäste so richtig ins Zeug.

Und nach einer gemütlichen Kaffeerunde zur allgemeinen Stärkung ging es denn auch alsbald schon richtig zur Sache. Mit Bagger, Spaten und Schubkarren legten die Mitglieder des Fördervereins „Rot-Weiß-Rad“ direkt neben dem bestehenden Sandhügel gleich einmal so richtig los. „Die ehrenamtlich arbeitenden Personen stammen allesamt von dieser Truppe“, erklärte Hardy Sczech, Vorsitzender der „Steege-Freunde“, und fuhr lachend fort: „Bis auf meine Frau und mich. Wir sind sozusagen ,Beid-Vereiner’, das überschneidet sich hierbei passenderweise.“ Der für die diesjährige Badesaison von den „Steege-Freunden“ geplante Erlebnis- Spielplatz für die Jüngsten in Kooperation mit den „Rot-Weiß- Radlern“ nimmt in diesem April nun konkrete Formen an. 10 000 Euro seien in der Planung anberaumt gewesen, wofür etwa acht derer alleine schon in die Geräteteile an sich geflossen seien, so Sczech.

Im Hinblick auf die Zusammensetzung des Budgets habe Aulendorfs Bürgerstiftung 3000 Euro hinzugegeben, weitere 3000 stammten von „Rot-Weiß-Rad“ durch die Organisation und Durchführung der Aulendorfer „Adventstage“ im vergangenen Dezember. Den Rest stemmten die Aulendorfer „Steege-Freunde“ selbst, wobei sich erfreulicherweise an der Restfinanzierung, und dies darf heute schon gesagt werden, die heimische Band „Zooropa U2“ mit einem Sommer- Konzert beteiligen wird, indem die Mitglieder netterweise auf ihre Gage verzichten.

Eröffnung am 6. Mai

Jedoch gerade auch die Arbeitseigenleistungen trügen einen „Riesen- Anteil“ bei, so Sczech, diese könnten nicht hoch genug bewertet werden. „Ohne dieses Engagement wäre der Spielplatz mit dem geplanten Budget nicht haltbar gewesen.“ So seien außerdem ein immens wichtiger Baustein für das Projekt auch die unentgeltlich entliehenen Gerätschaften und Maschinen der Firma „Theoboldt“. „Auf Volker Theoboldt, zwar im engsten Sinne kein ,Steege- Freund’, aber eben doch ein Steege- Freund, können wir wirklich immer zählen, das ist einfach klasse“, freute sich Sczech. Und das ist auch wichtig, da die Eröffnung des kleinen Spiel-Paradieses zusammen mit der eigentlichen Eröffnung der Steege- Saison für den 6. Mai geplant ist. „Es läuft an sich prima, aber mit manchen Materialien sind wir immer noch am Verhandeln“, sagte Sczech, fuhr jedoch sogleich fröhlich und zuversichtlich fort: „Bei so etwas ist man eben im Prinzip auch oft am Betteln. Aber es lohnt sich.“

 

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 09.04.2018
Text und Foto: Julia Kramer

Winterliches Treiben bei den Adventstagen

Weihnachtliche Stände laden im Radhof am Hexeneck
zum Verweilen ein

AULENDORF -Wie in den Jahren zuvor hat der Förderverein Rot-Weiß- Rad am Wochenende die Aulendorfer Adventstage veranstaltet. Die vielen Verkaufsstände der Vereine zauberten im Radhof am Hexeneck eine adventliche Atmosphäre, auch der Sonntag war trotz des winterlichen Schneewetters gut besucht. Die Veranstalter freuten sich auch über die rege Unterstützung ihres Spendenprojekts.

Bei den Aulendorfer Adventstagen war am Wochenende viel los.

„Der Samstag war toll besucht, da war viel los“, berichtete Organisatorin Gabriele Rist vom Förderverein über den ersten Tag der traditionellen Adventstage. Dieser stand mit verschiedenen Aktionen unter dem Motto „HGV-Nachmittag“. Das Weihnachtsgewinnspiel des Handels- und Gewerbevereins sowie der Auftritt der Band Unplaquaed Prochecked am Abend seien sehr gut angekommen.

Schlitten statt Kinderwagen

Der Sonntag sollte ein Kinder- und Familientag werden, wonach es bei dem winterlichen Wetter vormittags jedoch nicht aussah: Durchgängig starker Schneefall und kalter Wind verhießen keine gute Weihnachtsmarktstimmung, dem ein oder anderen war es draußen wahrscheinlich zu ungemütlich.

Einige hatten sich von dem wilden Schneetreiben aber nicht abhalten lassen: Während sich die Erwachsenen an Heißgetränken wärmten, spielten die Kinder in ihren Schneeanzügen im Schnee. Familien rückten anstatt mit Kinderwagen mit Schlitten an.

Karussell und Schneeballschlacht

Gegen Nachmittag, als der Schneefall nachließ, füllte sich der Radhof schließlich vollends. Für Jung und Alt gab es viel zu entdecken, für Verpflegung war bestens gesorgt. Ob Weihnachtsdeko am Stand des Waldkindergartens, Tee und orientalische Speisen bei der Türkisch-Islamischen Gemeinde Bad Schussenried oder weihnachtsmarkttypischer Glühwein und Bratwurst: Jedermann wurde fündig. Die Kinder hatten Spaß auf der Hüpfburg, beim Karussell oder einfach bei einer Schneeballschlacht.

Beim Stand der Zieglerschen gab es von Behindertenwerkstätten und Wohngruppen gefertigte Adventsdeko zu kaufen, über den Aulendorfer Bürgerbus konnten sich Interessierte an einem weiteren Stand informieren. Auf der Holzbühne, wo am Vormittag schon die Segnung des neuen Kühlautos für den Sozialladen stattgefunden hatte, sorgten verschiedene Vereine für gute Unterhaltung.  

Spendenprojekt läuft gut

Insgesamt waren die Veranstalter am Sonntagabend zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Adventstage. Auch das vereinseigene Spendenprojekt lief sehr gut: Am späten Nachmittag waren nur noch sehr wenige der „Spielplatzpixel“ frei, die das Foto des aktuellen Projekts (ein Sand- und Wasserspielplatz am Steegersee) verdeckten. Besucher konnten ein Pixel gegen Spende aufdecken. Auf die Realisierung des Spendenprojekts freut sich der Förderverein bereits.

Organisatorin Gabriele Rist (rechts) freute sich über den Zuspruch beim Spendenprojekt.

„Man bewirkt schon ein bisschen was in der Stadt“, meinte Organisatorin Rist. Seit 2011 gibt es die Spendenprojekte des Vereins und bereits seit 2008 werden die Adventstage im Radhof veranstaltet. „Das hat sich bewährt, es herrscht hier eine tolle Zusammenarbeit“, so Rist.

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 11.12.2017
Text und Fotos: Elke Cambré

Aulendorfer Adventstage haben länger offen

Zufahrtsstraßen zu Weihnachtsmarkt werden abgesperrt –
Spendenprojekt ist Wasserspielplatz am Steegersee

AULENDORF – Der Förderverein Rot-Weiß-Rad hat die „heiße Phase“ der Vorbereitungen für die diesjährigen Aulendorfer Adventstage am kommenden Wochenende eingeläutet. Seit 2011 organisiert der Verein den vor allem von Aulendorfer Vereinen, Schulen, Kindergärten und dem Handels- und Gewerbeverein mitgestalteten Weihnachtsmarkt mit Kinder- und Familienprogramm. In diesem Jahr hat sich Rot-Weiß-Rad erstmals auch mit speziellen Sicherheitsfragen für die Veranstaltung am Samstag, 9. Dezember, und Sonntag, 10. Dezember, im Radhof beim Hexeneck befasst.

Hartmut Sczech und Gabriele Rist vom Förderverein Rot-Weiß-Rad hoffen auf reges Interesse an der „Spielplatzpixel-Wand“ für das diesjährige Spendenprojekt der Aulendorfer Adventstage.

„Es wurde von Bürgern die Frage an uns herangetragen, wie es mit der Sicherheit aussieht“, begründet Rot- Weiß-Rad-Vorsitzende Gabriele Rist, wie es zu der Beschäftigung mit dem Thema kam. In diesem Jahr darf nun nicht mehr jede Zufahrtsstraße offen bleiben, Bachstraße und Pfarrhausgässle werden am Ausgang des Hexenecks abgesperrt. Dass der Verein bereits seit dem Frühsommer auf die Adventstage hinarbeitet, liegt indes nicht nur an Sicherheitsvorbereitungen. Auch Genehmigungen und nicht zuletzt die Wahl des Spendenprojekts haben den Verein schon früh beschäftigt.

512 „Spielplatzpixel“ suchen Spender

Zum Konzept der Aulendorfer Adventstage gehört nämlich auch, dass der Förderverein Rot-Weiß-Rad ein Spendenprojekt wählt, das über die Veranstaltung gefördert wird. Nachdem sich im vergangenen Jahr kurzfristig zwei mögliche Projekte zerschlagen hatten, steht das diesjährige fest: Gefördert wird der geplante Sand- und Wasserspielplatz am Steegersee, ein gemeinsames Projekt des Fördervereins und der Steegefreunde.

„Das Projekt ist bestellreif“, sagt Hartmut Sczech, neben Rot-Weiß- Rad-Mitglied auch Vorsitzender des Vereins Steegefreunde. Die Spielgeräte sollen demnächst bestellt und dann in Eigenregie aufgebaut werden. Ab kommender Saison sollen Wasserrinnen aus Holz und eine Pumpe für spielende Kinder bereitstehen. Rund 10 000 Euro werde das Projekt kosten, so Sczech. Am kommenden Wochenende könnten Marktbesucher schon eine Ahnung von der künftigen Ansicht des Steegersees mit neuem Spielgerät bekommen. Noch allerdings verbergen 512 sogenannte „Spielplatzpixel“ auf einer großen Fototafel den Blick darauf. Die Pixel können bei den Adventstagen für mindestens drei Euro gekauft, entfernt und so das Projekt unterstützt werden. Hervorgegangen sind die Aulendorfer Adventstage aus dem Aulendorfer Weihnachtsmarkt des Handels- und Gewerbevereins im Schlossinnenhof. Gerade im Zusammenhang mit der künftigen Neuausrichtung des Schlosses und entsprechenden Überlegungen, wie das Schloss künftig erlebbar werden kann, stellt sich die Frage, ob der ursprüngliche Ort nicht wieder belebt werden könnte. „Wir wissen, dass manche dem Markt im Schlossinnenhof nachtrauern“, sagt Sczech, der Wunsch, ihn wieder dorthin zu verlagern, werde noch immer an den Verein herangetragen. „Für uns als Verein ist es aber im Schlossinnenhof logistisch nicht zu stemmen“, erklärt Rist. Deshalb finden die Aulendorfer Adventstage auch in diesem Jahr im Radhof am Hexeneck statt.

Viel Programm an beiden Tagen

Die Öffnungszeiten der Aulendorfer Adventstage sind am Samstag, 9. Dezember, von 14 bis 22 Uhr, am Sonntag, 10. Dezember, von 11 bis 17.30 Uhr. Geboten werden neben gut 15 Holzbuden und Ausstellungsplätzen mit Essensangebot, Dekoartikeln, türkischen Süßwaren, Honig, Schmuck und adventlichen Gestecken auch vier Spielstationen für Kinder, etwa ein Karussell, eine Hüpfburg und ein Bastelangebot.
Der Samstag ist als „HGV-Nachmittag“ angekündigt, um 16 und um 16.50 Uhr finden die beiden Teile des Weihnachtsgewinnspiels des Handels- und Gewerbevereins mit großen Preisen statt. Ab 19 bis erstmals 22 Uhr spielt die Band „Unplaqued Prochecked“.
An beiden Tagen unterhalten zudem örtliche Musivereine und -gruppen, Schulen und Kindergärten mit musikalischem und sonstigem Programm.
Am Sonntagmorgen um 11.30 Uhr wird das Kühlfahrzeug des Kolpingladens Solisatt gesegnet – es war vor zwei Jahren das Spendenprojekt der Aulendorfer Adventstage. Ab 17 Uhr gibt es eine Kindertombola mit  anschließendem Besuch des Nikolaus. (pau)

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 07.12.2017
Text und Fotos: Paulina Stumm

Steegefreunde planen einen Wasser-Sand-Spielplatz

Der diesjährige Saisonabschluss der Steegefreunde fand wegen des Regenwetters nur in kleinerer Form statt

TANNHAUSEN – Bei nasskaltem Herbstwetter haben die Steegefreunde am vergangene Samstag das Badejahr ausklingen lassen. Damit endete das Jahr, wie es begann, denn schon der alljährliche Familientag des 1. Mais war wegen Hochwassers in nur abgespeckter Version über die Bühnegegangen, der geplante Sporttag fiel buchstäblich ganz ins Wasser. Abschrecken lässt sich der Förderverein des Bads aber nicht; für das nächste Jahr haben die Steegefreunde bereits viel Neues vor.

Zum Abschlussfest bot der Verein den zwar nicht allzu vielen Besuchern nebst Glücksrad für Kinder, einen Verkauf gespendeter Bücher anstelle des draußen geplanten Flohmarkts, Kaffee und Kuchen sowie musikalische Umrahmung mit Ede Butscher. Hobbykünstler Andreas Greiner ließ den „Steege-Nachwuchs“, ausgestattet mit einer „magischen Kamera“ in Form eines durchsehbaren Kartons, auf Entdeckungsreise gehen nach besonderen Motiven in der Natur. Das Sichtfeld teilte hierbei das jeweilige Bild in einzelne kleine Karos auf, welche die Kinder im Anschluss selbst ausgestalten durften. „Im Prinzip sehen die Kinder dabei die Welt wie durch eine Digitalkamera und müssen die Bilder nicht als Ganzes, sondern Stück für Stück kreieren“, so Greiner. Die Steegefreunde überlegen, die Fassade der Umkleidekabinen mit spontanen Kunstwerken von Kindern bunt zu gestalten.

Nur wenige hartgesottene Besucher fanden bei Regenwetter den Weg nach Tannhausen zum Saisonabschluss am Steegersee mit Musiker Ede Butscher.

Annabel Munding, Leiterin der Volkshochschule Oberschwaben (VHS), bot Kindern wiederum die kreative Möglichkeit, Blumen und Briefumschläge aus alten VHS-Programmheften zu basteln. „Tja, wenn die „Steege-Zeit endet, fängt die VHS-Zeit erst an. Daher sind die beiden Institutionen auch keine Konkurrenz füreinander, im Gegenteil. Wir haben oft die gleiche Kundschaft“, schmunzelte Munding.

Auch wenn die Aktionstage eher verregnet waren, sei es insgesamt ein gut besuchtes Jahr gewesen, erklärte Hardy Sczech, Vorsitzender der Steegefreunde. Die Mitgliederzahl des Vereins von 350 sei außerdem beinahe konstant geblieben. Sehr zur Freude des Vorsitzenden, denn: „Wir haben nämlich viel Neues vor“.

Von Holzabdeckungen für die Plastikflöße über eine mobilare Aufwertung der Gastronomie bis hin zum großen Wunsch vieler Badegäste nach Aufbewahrungsboxen für ihre Badeutensilien gebe es „Ideen noch und nöcher“, so Sczech. Das nächste Projekt wird allerdings ein „Wasser-Sand-Spielplatz“ sein, den die Steegefreunde in Kooperation mit dem Verein „Rot-Weiß-Rad“ realisieren will. „Es ist so schön zu sehen, dass wir unter den Badegästen viele Familien mit Kleinkindern haben,
da liegt es natürlich nahe, auch etwas für diese Kleinsten zu tun“, erklärt Szech. „Ironischerweise kam die Idee dazu beim diesjährigen Hochwasser auf. Da sind die kleinen Kinder nämlich voller Freude im Matsch herumgekrabbelt.“

Bericht: Schwäbische Zeitung
Lokalausgabe Bad Waldsee 11.09.2017
Text und Fotos: Julia Kramer